Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


China leuchtet

Gestern war China-Tag. Das Land der weltweiten Konjunkturhoffnung scheint seine Bewunderer nicht zu enttäuschen. Der Aufschwung kommt nominell voran. Die Rohölimporte sind um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Skeptiker sprechen allerdings von einer staatlich alimentierten Konjunktur und von Ölkäufen für die strategischen Lager. Dass die Ölpreise außerordentlich verhalten auch die bullischen Nachrichten reagierten, hat wenig mit den skeptischen Stimmen zu tun. Es ist Ausdruck einer ausgereizten Preissituation. Aus fundamentaler Sicht sind die Preise ohnehin zu hoch. Gleichwohl versucht die Finanzindustrie weiterhin das Spekulationsobjekt Öl aufzuwerten. Gegen dieses Unterfangen gibt es kein offizielles Reglement. Es gibt aber so etwas wie die Vernunft zur Verhinderung steigender Preise. Sie fußt auf der Überzeugung, dass zu hohe Preise niemandem außer der Finanzindustrie nützen. Saudi Arabien lässt sich von dieser Vernunft leiten. Als einziges Öl produzierendes Land ist Saudi Arabien derzeit in der Lage, den bullischen Attacken der Finanzwelt Paroli zu bieten. Das geschieht mit der unausgesprochenen Drohung, im Zweifel wird der Ölmarkt geflutet. Eine solche Maßnahme wurde in den 1980er Jahren schon einmal erfolgreich angewendet. Die Preise brachen ein. Momentan trauen sich die Finanzleute nicht aus der Deckung. Deshalb herrscht Preisstillstand. Langfristig spricht aber vieles dafür, dass sie ihren Trendwunsch durchsetzen werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Kalter Winter vorhergesagt
Atomstreit mit dem Iran
Dollar in Abwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis
Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Schwache Nachfrage weltweit
Heizölschwemme
Öllager randvoll
Terminmarktaufsicht will Handelsbeschränkungen

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum noch. Ihr Trend weist seitwärts. Kurzfristig können wir uns etwas Abgang vorstellen. Langfristig werden die Preise steigen. Der Abgang wird vergleichsweise gering ausfallen. Der Anstieg wird deutlich sein. Wer tanken muss, sollte dies tun. Die Chance, dass Abwarten eine beachtliche Einsparung bringt, ist geringer als die Gefahr, durch eine Notlieferung Mehrkosten zu riskieren. Wer einen auskömmlich gefüllten Tank hat, sollte die Preise weiter beobachten und bei einem spürbaren Einbruch ordern. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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