Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


China plant Konjunkturprogramm

Die Preise an den Ölbörsen bewegen sich weiter kaum. Die Entwicklung ist seitwärts gerichtet. Es gibt wenig neue Impulse. Die Streikdrohungen in der US-Ölindustrie werden nur noch als harmlos eingestuft, weil die Verhandlungen auf einem guten Weg sind. Es wird nicht damit gerechnet, dass es wirklich zu einem Streik kommt. Dass es in nächster Zeit zu einem veritablen Aufwärtstrend kommt, glaubt eigentlich niemand. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao kündigte ein Konjunkturprogramm mit einem Volumen von umgerechnet 456 Mrd. Euro an. Dies klingt nach einer großen Summe Geld, ist aber ebenfalls Ausdruck der Verunsicherung über die eigene Stabilität. China reiht sich damit international ein, in dem Versuch die eigene Wirtschaft am Laufen zu halten. Die OPEC diskutiert über neue Kürzungen der Liefermengen. Aber auch hier steht die fehlende Glaubwürdigkeit auf der Gegenseite. Noch sind die bisher beschlossenen Kürzungen nicht vollständig umgesetzt. Marktteilnehmer haben Zweifel, dass dies überhaupt geschieht. Der Dollar befindet sich zum Euro zeitgleich in einem Aufwärtstrend, was sich durch die Verwerfungen im Euroraum erklärt. Einige Euro-Länder haben größere Probleme als andere. Ebenfalls nicht hilfreich ist die Entwicklung das bankrotte Island bis 2011 in die EU aufzunehmen. Dies hat keinen direkten Einfluss auf den Euro, wird aber als Belastung bewertet.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Saudi Arabien zu weiteren Kürzungen bereit
OPEC Kürzungen
Kältewelle für USA erwartet
Gigantisches Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Nullzinsen in den USA
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Weltweite Nachfrage sinkt
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Oman kündigt Ausstoßerhöhung an
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise halten sich ebenfalls im Seitwärtstrend. Durch den Dollarkurs steigen sie leicht. Im Inland lässt die Nachfrage weiter nach. Der kalte Winter sorgt aber immer noch für eine ausreichende Auslastung des Handels, der daneben die vielen Aufträge der letzten Zeit abarbeitet. Die Lieferzeiten sind in vielen Regionen immer noch über normal, werden aber regional langsam kürzer. Die Signale deuten eher auf eine Seitwärtsentwicklung der Preise als auf großartige Veränderungen in die eine oder andere Richtung hin. Wer die Preisentwicklung verfolgen möchte, ohne unsere Website zu konsultieren, kann unseren Preisalarm verwenden.

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