Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


China tritt auf die Bremse

Das Börsenthema ?Atomstreit mit dem Iran? hat Konkurrenz bekommen. Chinas Regierung bremst das Binnenwachstum. Das sorgte gestern für einen Kurseinbruch an den Aktienbörsen und für die Erwartung eines Nachfrageeinbruchs beim Öl. Damit stehen sich zwei konträre Einflüsse für die Preisbildung gegenüber. Sie hinterlassen ein von extremen Kursausschlägen geprägtes Bild des gestrigen Handelstages mit einem moderaten Preisrückgang als Gesamtergebnis. Druck auf den Ölpreis und den Dollar leitet sich zudem aus negativen Erwartungen für die US-Wirtschaft ab. Allen Greenspan schockte die Marktteilnehmer mit seinem Hinweis auf eine Rezessionsgefahr.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Atomstreit mit dem Iran
Raffinerieprobleme in den USA
Nigeria meldet force majeure
OPEC setzt Kürzungen um
Instabile Lage in Nigeria und im Irak
IEA hebt Nachfrageprognose leicht an
Robuste US-Wirtschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China bremst Binnenwachstum
Negative Aussichten für US-Konjunktur
Saudi Arabien will Kapazität bis 2009 deutlich steigern
OPEC produziert über eigenem Grenzwert
IEA prognostiziert tieferen Preis
Markt gut versorgt

Unsere Heizölpreise geben nach. Sie folgen damit dem Weltmarkt. Der wird unerwartet mit chinesischen Maßnahmen gegen eine Überhitzung des Wirtschaftswachstums konfrontiert. Damit sind die Vorraussetzungen für die Preiserwartungen erneut geändert. Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist die Gefahr einer Rückkehr zum langfristigen Aufwärtstrend erheblich gesunken. Tiefere Preise sind wieder möglich. Die letzten Tage zeigen deutlich, wie wenig prognostizierbar die Preisentwicklung derzeit ist.

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