Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


China und die Kälte

Gas Oil Futures sind die börsennotierte Grundlage der Heizölpreise. Ihre Entwicklung läuft in diesen Tagen auf einen Aufwärtstrend hinaus. Die Kälte in Europa sei ursächlich, ist aus Börsenkreisen zu hören. Eine angespannte Marktlage oder gar Knappheit liegt nicht vor. Die Idee, dass Kälte diese theoretisch hervorrufen könnte, reicht den Finanzjongleuren, um sich in bullische Stimmung zu bringen. Sie suchen diese Stimmung wie die Trüffelschweine, um den im Finanzsystem herummarodierenden Geldmengen zur Anlage zu verhelfen. Aber nicht nur Geld ist im Überfluss vorhanden. Öl gibt es derzeit ebenfalls in Hülle und Fülle. Die USA tun sich in der Sache besonders durch ein hohes Angebot und geringe Verwendung hervor. Da kommen Nachrichten aus China immer recht, die von ordentlich wachsender Nachfrage berichten. Im Dezember stiegen die Öleinfuhren um 8 Prozent. Im ganzen Jahr 2012 betrug der Anstieg 6,8 Prozent. Der Zuwachs ist etwas größer als die von den US-Verbrauchern eingesparte Ölmenge. Die Rohölnotierungen wurden gestern trotzdem nicht teurer. Der bullische Effekt blieb im Gasöl stecken. Heute Morgen werden alle Ölnotierungen vom bullischen Treiben erfasst. Der Dollar wird billiger.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
China wächst immer noch rasant
Kälte in Europa
Explosive Lage in Nordafrika
Ölmengen global schlecht verteilt
Sehr viel frisches Geld im System

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: USA brauchen immer weniger Öl
US-Winter bleibt warm
Geldvermehrung durch Notenbanken infrage gestellt
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Liefermengen aus der Nordsee sollen kurzfristig steigen

Unsere Heizölpreise legen zu. Die Bewegung spielt sich in einem kurzfristigen Seitwärtstrend ab. Initiiert wurde sie durch steigende Gasölnotierungen. Dem konnte der Euro nichts entgegensetzen. Ich gehe davon aus, dass Heizöl in diesen Tagen etwas teurer wird. Mit Auslaufen des Winters und steigenden Temperaturen sollte die Teuerung annulliert werden. Unabhängig von dieser Einschätzung ist das Preisniveau nach wie vor den Umständen entsprechend gut. Wer Heizöl wegen eines zur Neige gehenden Tankinhalts ordern muss, braucht sich nicht darüber zu ärgern. Der Moment ist zum Kauf gut geeignet. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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