Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


China will immer mehr Öl

Die Operation Griechenland ist abgeschlossen. Sie als erfolgreich zu bezeichnen, würde falsche Hoffnungen wecken. Wie die weitere Lage beurteilt wird, zeigte die Börse umgehend nach Vollzugsmeldung. Sie stufte den Euro herunter. Man darf es als Signal zur Fortsetzung der Wetten gegen Eurostaaten verstehen. Die deutsche Industrie kann damit sehr gut leben. Ihre Produkte werden billiger. China hat den künstlich tief gehaltenen Wechselkurs. Deutschland hat ein paar Pleitestaaten an der Peripherie, die seine Währung drücken. Beide Umstände sind Meistermodelle für Exportexzellenz. Staat, Steuerzahler und Verbraucher zahlen allerdings die Zeche. Öl und andere Importressourcen werden teurer. Apropos Importressourcen, China ließ sich im Februar soviel Öl liefern wie nie zuvor. Diese Meldung unterstreicht, dass die reduzierte Ölnachfrage in den alten Industrieländern kein Grund ist, billigere Preise zu erwarten. Sparsamkeit ist nötig, um die globale Nachfragesteigerung handhabbar zu halten. Andernfalls würden die Ölpreise noch schneller steigen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China importiert so viel Öl wie nie zuvor
Gute US-Arbeitsmarktdaten
Schuldenschnitt für Griechenland geglückt
Kriegsrasseln in der Iranaffäre
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Freigabe der IEA-Reserven derzeit nicht erforderlich
Irak erhöht Ölexporte
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Vor dem Wochenende war nicht der Ölkomplex, sondern der Dollar für den Anstieg verantwortlich. Der Aufwärtstrend der Heizölpreise ist intakt. Verbraucher sind gut beraten, diesen bei ihrer Bestellplanung als gegeben zu akzeptieren. Preisnachlässe sollten allenfalls in der Schwankung innerhalb des Trendkanals gesucht werden. Andere Vorstellungen der Preisentwicklung führen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu tiefer Enttäuschung und bisweilen zu Wut. Die ist ein ganz schlechter Ratgeber. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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