Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


China will weg vom Dollar

Angesichts der Geldpolitik, die in den USA betrieben wird, will China eine neue Leitwährung für die Weltwirtschaft. Mit der Verschuldung der USA und der sehr lockeren Politik der Notenbank in den USA geht eine Entwertung des Dollars einher. Wer, so wie China, Geldreserven in Dollar hat, muss um diese Werte bangen. Gleichzeitig kann die Nation, die die Leitwährung stellt, mehr Geld ausgeben, weil der Rest der Welt immer versuchen wird, diese Leitwährung zu stützen. Das wird auch in China so gesehen und deswegen ist der Wunsch nach einer neuen und unabhängigen Leitwährung mehr als legitim. Die US-Regierung will raus aus der Rezession und wirft mehr Geld auf den Markt. Dafür wollen die USA weg vom ausländischen Öl und sich damit unabhängiger machen. Mit rein erneuerbaren Energien ist aber der Weg, den die US-Regierung zur Stützung der alten Wirtschaft eingeschlagen hat, nicht zu machen. Beides sind nur Wünsche und mit der Realität haben sie noch nicht viel zu tun. Beides hat aber dennoch Auswirkungen. Die USA peitschen die Aktienmärkte und damit auch die Rohstoffmärkte wieder an, während China den Dollar schwächt. Fakt ist, dass die US-Regierung mit ihren real umgesetzten Maßnahmen mehr Einfluss hat. So ist es nicht verwunderlich, dass die Ölpreise weiter steigen. Heute werden die US-Bestandsdaten erwartet. Einen großen Effekt werden sie aber nicht haben. Der Ölpreis ist an die Aktienmärkte gekoppelt und wird vorerst weiter Kapriolen schlagen. Der Dollar bleibt erwartungsgemäß schwach.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gelddruckprogramm der USA
Rallye an den Aktienmärkten
OPEC Exporte gefallen
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft
Erholung am US-Häusermarkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC verzichtet auf weitere Kürzung
Weltweite Nachfrage sinkt
Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise folgen dem Weltmarkt und verharren heute auf dem zuletzt angehobenen Niveau. Der schwächere Dollar kann dies für den deutschen Verbraucher nicht ausreichend abfedern. Es scheint heute wahrscheinlich, dass die Wirtschaft nach ihrem Gang durch das Tal erneut kreditfinanziert anziehen wird. Ob die wirtschaftliche Erholung tatsächlich einfach mit der Verschuldung des Staates zu erreichen ist, bleibt offen. Im Binnenmarkt wird weiter gekauft. Die Preise sind nicht mehr so gut, wie vor einer Woche. Die Gefahr, dass die Preise weiter steigen, besteht weiterhin. Um von kurzzeitigen Abschlägen zu profitieren, empfehlen wir unseren Preisalarm.

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