Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Crash liegt in der Luft

Die Kanzlerin tat alles in ihrer Macht stehende für die Märkte, als es ihnen schlecht ging. Sie opferte sogar ihren Grundsatz der schwäbischen Hausfrau und gab Geld aus, das sie gar nicht hatte. Das brachte dem Land neue Rekordschulden. Die Märkte nahmen die Hilfe an. Nun, da sie sich als genesen betrachten, klagen sie die Staatsverschuldung an. Die Kanzlerin ist nicht amüsiert. Sie klagt Dankbarkeit ein. Die bekommt sie nicht. Sie fühlt sich wie Goethes Zauberlehrling. Aber so phantastisch ist die Geschichte gar nicht. Wahrscheinlich war die Medizin nur falsch. Sie hat die Märkte vergiftet. Nun sind sie außer sich. Sie neigen zu Übersprunghandlungen. Gestern wurden sie von Panik ergriffen. Anleger flohen. Aktienkurse und Ölpreise stürzten ab. Der Dow Jones verlor zwischenzeitlich neun Prozent. Öl gab in der Spitze sieben Prozent nach. Die Anlegerflucht führt in den Dollar und den Yen. Der Dollar gewann bis zu 2,5 Prozent. Man ahnt, dass das Gerede von der wirtschaftlichen Erholung mehr Schein als Sein ist. Heute muss der Schein poliert werden. Wenn das nicht gelingt, ist Crash angesagt. Wer hätte gedacht, dass wir so nah dran sind?

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen hohen Ölpreis
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
Schlechte Wirtschaftsdaten aus China
Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Drohende Betrugsklagen gegen Investmentbanken

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. In wenigen Tagen ist ein Minus von vier Prozent aufgelaufen. Wenn die Panik an den Märkten anhalten sollte, wird weit mehr Preisabgang herauskommen. Dass die Panik anhält, ist durchaus denkbar. Die heiße Luft, die die Finanzindustrie seit Monaten in die Märkte pumpt, könnte schneller entweichen, als wir es für möglich hielten. Hoffnung keimt auf. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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