Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Das Fieber ist vorbei

Die Kriegsangst ist durch die jüngsten Ereignisse deutlich gedämpft. Hierzu zählen die Verschrottung von Saddams getunten Raketen, neue Dokumente über die Vernichtung seiner Bio- und Chemiewaffen, sowie das Votum des türkischen Parlaments gegen die US-Krieger im eigenen Land. George Bush wird der Krieg damit schwerer gemacht. Mit der Ergreifung des Terroristen Shaikh Mohammed konnte er im richtigen Moment medienwirksam punkten. So lässt sich sein Problem in der Irakkrise etwas kaschieren und er ist nicht wieder zu einer Steigerung seiner martialischen Statements gezwungen.

Das verschafft dem Ölmarkt Ruhe. Das Fieber der letzten Woche ist vorbei. Die Kursänderungen haben zu normalen Verhältnissen zurückgefunden. Die Kurse selbst befinden sich unterhalb der letzten Höhen. In New York beträgt der Abstand vom Top für Rohöl bereits 4$. Nun scheint allerdings mit dem kurzfristigen Abschwung Schluss zu sein. Zumindest lässt die aktuelle Ausbildung der Charts diesen Schluss zu.

Heute kommen die Preise erneut in den Bann der Spekulation um die US-Ölvorräte. Die Vermutung liegt nahe, dass sich auf Grund der anhaltend tiefen Temperaturen noch keine Besserung der Situation ergeben wird. Damit gewänne ein altes Argument für eine Rückkehr zu steigenden Preisen wieder an Stärke.

Der Gasölpreis ist heute Morgen leicht steigend. Allerdings befindet er sich mit 330$ pro Tonne recht deutlich unter dem gestrigen Startwert.

Unsere Heizölpreise sind momentan unbewegt. Gestern holten sie die Bewegung des Weltmarktes nach und fielen. Die weiteren Aussichten sehen wir momentan allerdings noch vom Aufwärtstrend geprägt. Weder aus fundamentaler noch aus charttechnischer Sicht können wir deutliche Signale für nachhaltig fallende Preise ausmachen. Im Gegenteil, der Aufwärtstrend könnte mit dem jüngsten Rückgang nur neuen Schwung gesammelt haben.

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