Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Das Geld strömt

Die dritte Operation zum Wohl der Finanzindustrie, lockeres Geld von der FED (US-Notenbank), ist nun auch vollbracht. Die Szene war bei der Durchsetzung ihrer Interessen wie gewohnt erfolgreich. Dennoch klagt sie. Die Öffnung der Schatulle durch die FED fiele nicht groß genug aus. Mit purer Gier begnügt man sich nicht mehr. Der Trend geht zur unbegrenzten Gier. Der gestrige Effekt auf die Kurse war somit nicht berauschend, sondern normal bullisch. US-Aktienindex und Rohölfutures legten um 1,5 Prozent zu. Europäische Titel bewegten sich zunächst wenig. Heute Morgen gewinnt das erwartete Aufwärtsmomentum allerdings an Fahrt. Mit der dritten und letzten Operation ist die derzeit denkbare Abkopplung der Finanz- von der Realwirtschaft zunächst beendet. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass sie dem Gros der Menschen mehr Schaden als Nutzen bringen wird und dass damit keines der virulenten Probleme um das Geld- und Finanzsystem gelöst ist. Das System in seiner derzeitigen Form ist unheilbar krank. Mit entsprechenden Maßnahmen kann es trotzdem noch lange überleben. Verlassen wir uns darauf, dass diese Maßnahmen ohne Rücksicht auf die Zukunft und nachfolgende Generationen angewendet werden. Aber bitte glauben Sie niemandem die Mär von der Rückzahlbarkeit von Schulden. Sie glauben ja auch nicht, dass Wasser den Berg hinauf fließen kann. In den kommenden Wochen wird es aus den USA einiges Bohei um die Ölpreise geben. Das Futter zum Preisanstieg wurde ausgeteilt. Man will diesen dem Volk aber gar nicht zumuten. Also wird die Regierung abermals die Öffnung der strategischen Reserven ins Spiel bringen. Da dem Markt gar kein Öl fehlt, wird die Maßnahme nichts als Chaos anrichten. Im weiteren Verlauf besteht die Gefahr heftiger Preisanstiege aufgrund der zunehmenden politischen Spannungen und Unruhen in der arabischen Welt und mit dem Iran. Daraus kann sich eine für die Preisumkehr hinreichend angstvolle Stimmung entwickeln.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Anleihekäufe durch EZB und FED
Weitere Stützungsaktionen der FED
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaftswachstum kühlt ab
Schwache Konjunkturaussichten
OPEC produziert über Quote
USA vor Freigabe der strategischen Reserven
Ölproduktion in der Nordsee steigt wieder

Unsere Heizölpreise steigen. Sie bestätigen damit ihren Aufwärtstrend. Ursächlich ist eine Gemengelage aus steigenden Ölnotierungen an den Börsen und zunehmender Nachfrage im Binnenmarkt. Dämpfend wirkt derzeit der rasant steigende Eurokurs. Er wird aber kaum ausreichen, um dem zunehmenden Preisauftrieb von den Ölbörsen Paroli bieten zu können. Deshalb halte ich es für angebracht, sich schnell mit Heizöl einzudecken. Eine Umkehrung des Preistrends halte ich in den kommenden Wochen für wenig realistisch. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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