Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Das Mögliche gezeigt

Gestern wurde am Rohölpreis demonstriert, was möglich ist. Kurzzeitig kletterte Texasöl (WTI) über 55$ pro Barrel. Nordseeöl (Brent) schaffte es bis 53$. Nach der Vorführung gaben die Kurse deutlich nach. Der Ausflug wurde aus dem Trend selbst initiiert. Dass er nicht auf das Wetter zurückzuführen ist, ergibt sich aus dem leicht gefallenen Heizölpreis. Und dass die OPEC nicht mehr über Kürzungen sinniert, ist mittlerweile auch Konsensmeinung. Das Chartbild lässt die Hoffnung zu, dass sich die Bullen nun ausgetobt haben. Analysten sehen das anders. Sie sehen bereits Kursen um 60$ entgegen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Investmentfonds mehrheitlich bullisch eingestellt
Winter hält Sorgen um Heizölversorgung hoch
OPEC will Preise um 50$ pro Barrel
Weltweites Nachfragewachstum weiter hoch
Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien
Lieferfähigkeit der Nicht-OPEC-Länder geringer als erwartet

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rohölpreis war kurzeitig überzogen
OPEC-Mitglieder schließen Kürzungen im März aus
Befriedigende US-Vorräte (nicht Heizöl!)
Komfortable Vorräte der OECD-Länder

Unsere Heizölpreise stiegen in den letzten zwei Wochen so rasant wie im September 2004. Damals erreichten sie den zweithöchsten Stand der jüngeren Geschichte. Nach derartig schnellen Anstiegen folgt häufig eine Entspannungsphase. Auf die darf man hoffen. Man sollte sie aber nicht als sicher kommend postulieren. Der Weltmarkt ist sehr bullisch. Einen echten Einbruch der Preise wird er verhindern. Im Jahresverlauf muss sogar mit höheren Preisen gerechnet werden.

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