Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Das Preisproblem kommt vom Euro

Wulff raus, Krise rein in die Schlagzeilen. Das war unsere Prognose Anfang letzter Woche. Wulff blieb, die Euro-Krise kam wieder. Das ist die Realität. Für den Ölpreis ist Wulff keine Meldung, Krisen sehr wohl. Die des Euros und seiner Staaten setzen der Währung erwartungsgemäß zu. Der Euro ist wertloser als während des ganzen letzten Jahres. Der Dollar ist demzufolge teuer und mit ihm die heimischen Ölpreise. Extrem ist die Bewertung aber keineswegs, wie der langfristige Dollarchart zeigt. Es ist noch sehr viel unangenehmes Veränderungspotenzial vorhanden. Das kann, es muss sich aber nicht verwirklichen. Denn die Lage des Dollars ist nicht so rosig, wie sie derzeit scheint. Die USA haben ebenfalls ein veritables Schuldenproblem. Gleichwohl ist die Richtung des Euros bzw. des Dollars einschätzbarer als die der Ölnotierungen. Der Dollar befindet sich im klaren Aufwärtstrend. Die Ölnotierungen laufen seitwärts. Iran- und Nigeriakrise halten die Bulle zwar in angespannter Lauerstellung. Für ein Startsignal zu anziehenden Kursen sind die jeweiligen Situationen aber nicht klar genug. In beiden Fällen wurde der große Ärger bisher vermieden. In dieser Woche wird sich das kaum ändern.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Steigender Dollar
Atomstreit mit dem Iran
Streiks in Nigeria
Raffinerieprobleme in Europa
Kraft- und Brennstoffversorgung in Europa unsicher
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Ölembargo gegen den Iran verschoben
Generalstreik in der Ölindustrie Nigerias verschoben
Hohe OECD-Ölvorräte
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen
Ratings wichtiger EU-Länder herabgestuft
EU droht Rezession
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen

Unsere Heizölpreise kamen zum Ende der Woche von ihren Hochs zurück. Der Abgang hätte eine freundliche Fortsetzung finden können, wenn da nicht der erneute Dollaranstieg wäre. Durch die drohende und schließlich vollzogene Herabstufung vieler Eurostaaten legte die US-Währung, in der Öl international gehandelt wird, wieder kräftig zu. Die schlechte Bewertung der Eurozone wird sich in der Dollarstärke höchst wahrscheinlich fortsetzen. Daher sehen wir das Potenzial aus einem möglichen Rückgang der Ölnotierungen auf die Heizölpreise sehr begrenzt. Es gibt keinen stichhaltigen Anlass, einen anstehenden Heizölkauf spekulativ zu verschieben. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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