Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Das Wort Engpass macht die Runde

Man gönnt sich etwas Ruhe an den Ölbörsen. Der revolutionäre Preisauftrieb pausiert. Die Unruhen in der arabischen Welt sind aus den Schlagzeilen verschwunden. Das Potenzial zum demokratischen Umbruch ist unverändert hoch. In Libyen herrscht brutaler Revolutionsstillstand. Es droht ein langer Bürgerkrieg. Wie viel Öl das Land derzeit liefert, ist ungewiss. Die Aussagen liegen zwischen 0 und 50 Prozent. Einige europäische Kunden melden leichte Engpässe. Noch erging kein Ruf an die IEA (Internationale Energie Agentur), die Notreserven anzuzapfen. Saudi Arabien, Kuwait und andere erhöhen die Liefermengen. In den alten Industrieländern wird derweil über Aufschwung geredet. Man freut sich über die Arbeitslosenzahlen in den USA und das BIP für das erste Quartal in Europa. Aus der fundamentalen Gemengelage ergibt sich wenig Abwärtspotenzial für die Ölnotierungen. Charttechnisch ist etwas mehr drin. Die letzte Überhitzung könnte abgebaut werden. Der Dollar verliert nach der Ankündigung, die Zinsen im Euroraum demnächst zu erhöhen, an Wert.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Knappheitsgerüchte in Europa
Libyen fällt als Lieferant weitgehend aus
Sorge vor Ausweitung der Unruhen im Nahen Osten
Gute Konjunkturzahlen aus der alten Industriewelt
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Dollarkurs sinkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien, Kuwait u.a. erhöhen Produktion
IEA hat die Option der Reservemengen
Hohe US-Bestände
Schwache US-Nachfrage

Unsere Heizölpreise geben ein wenig nach. Das haben wir dem plötzlichen Euroanstieg zu verdanken. Öl steuerte wenig dazu bei. Für die nächsten Tage sehen wir etwas Abwärtspotenzial aus einer möglichen Abkühlung der Überhitzung am Ölmarkt. Die politische Lage in der arabischen Welt kann allerdings jederzeit einen sprunghaften Anstieg der Preise provozieren. Sie ist sehr brisant. Preisrückgänge beim Heizöl sollten unbedingt für Käufe genutzt werden. Auf einen großen Preiseinbruch in den kommenden Wochen zu setzen, ist wenig überzeugend. Das Aufwärtspotenzial ist viel größer als das Abwärtspotenzial. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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