Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Das alte Spiel

Die Welt ist bullisch, jedenfalls für die Finanzindustrie. Nachdem die Konzentration von den partiellen Problemen der Eurozone abgezogen wird, sind die Protagonisten um Business as usual bemüht. Das heißt, sie treiben Kurse und Preise in die Höhe. Aktuell wird mal wieder die Chinakarte gespielt. Sie ist die große Unbekannte. Deshalb eignet sie sich hervorragend für Finanzphantasien. Auf sie lässt sich immer noch der Urwunsch der Spekulanten projizieren, das grenzenlose Wachstum. Dafür waren bisher eher die USA zuständig. Aber die kommen trotz staatlicher Konjunkturspritzen nicht aus der Krise heraus. Die Schulden wachsen, die Arbeitslosigkeit auch. Doch wenn die Finanzszene die bullische Brille trägt, spielt das keine Rolle. Der kurzfristige Aufwärtstrend der Ölpreise steht stabil. Die Gegenveranstaltung, der Abwärtstrend des Dollars kann qualitativ mithalten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Eurokrise verlässt die Schlagzeilen
Chinas Nachfrage steigt drastisch
Weltweite Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Sorge um Stabilität des Finanzsystems

Unsere Heizölpreise bewegen sich weiter aufwärts. Sie werden von steigenden Ölnotierungen getrieben. Der Dollar kann ihnen quantitativ keinen ausreichenden Abgang entgegenhalten, um die Preisentwicklung des Heizöls spürbar zu bremsen. Bis zum nächsten Anflug von Skepsis zur Stabilität der Finanzsysteme und der Wirtschaft wird sich die aktuelle Konstellation vermutlich fortsetzen. Man darf schon mal Wetten abgeben, an welcher Region sich die Sorgen dann entfachen. Die USA ist sicher eine Toppadresse dafür. Da sie die großen Ratingagenturen beherbergt, muss mit Beeinflussungsversuchen gerechnet werden. Das dämpft die Rückschlagsmöglichkeit. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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