Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Das nächste Problem

In der europäischen Politik ist das Naheliegende nicht mehr tabu. Griechenland muss wahrscheinlich Staatsbankrott anmelden. Weder bedingungslose Hilfszahlungen noch an drastische Sparmaßnahmen geknüpfte Hilfsgelder vermögen das Desaster abzuwenden. Es bleibt das, was dem ordentlichen Kaufmann zur Lösung des Problems bekannt ist, der Schuldenschnitt. Für Griechenland wird er eine Erlösung sein. Für Europas Banken ist er ein schwerer Schlag. Sie werden erneut hilfsbedürftig. Für die Politik ist er ein Vermittlungsproblem. Sie muss das langwierige Taktieren rechtfertigen und die nächste Bankenrettung kommunizieren. Das hört der Verbraucher gar nicht gern. Und damit nicht genug. Die Vorgänge lassen den Eurokurs dramatisch einbrechen. Das ist zwar gut für die Exportwirtschaft aber schlecht für Konsumenten. Sie spüren das in steigenden Preisen für Ölprodukte. Die Ölnotierungen selbst geben angesichts schlechter Konjunkturprognosen zwar ebenfalls nach. Ihr Abwärtspotential ist derzeit aber geringer als das des Euros. Mit einem nennenswerten Einbruch der Ölkurse ist erst zu rechnen, wenn das Finanzsystem zu kollabieren droht. Natürlich kann auch dieser Fall bei der Pleite Griechenlands nicht ausgeschlossen werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Obama soll ein Hilfspaket für die Wirtschaft schnüren
Notenbanker reden US-Wirtschaft schön
Aussicht auf neuen Geldsegen der FED
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Nordsee-Öl fließt unzureichend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Libysches Öl soll bald wieder fließen
Markt gut mit Öl versorgt
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Fortbestand der EU steht in Frage

Unsere Heizölpreise steigen, obwohl die Ölnotierungen nachgeben. Ursächlich ist der rasante Anstieg des Dollars oder korrekter ausgedrückt der rasante Absturz des Euros. Er dominiert in diesen Tagen die Preisentwicklung für Rohstoffe. Wir gehen davon aus, dass das zugrunde liegende Problem noch einige Zeit virulent sein wird. Dem Euro droht ein weit tieferer Fall als in der letzten Woche. Das reduziert die Chance für sinkende Heizölpreise erheblich. Wieder bleibt dem standhaft auf tiefere Preise wartenden Verbraucher nur die Hoffnung auf einen drohenden Finanzkollaps. Das ist keine gute Hoffnung. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben.
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