Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Defensiver Markt

Langweilig ist eine beschönigende Bezeichnung für den gestrige Handelstag an den Ölbörsen. Die Kurse veränderten sich kaum. Die alten Annahmen bleiben bestehen, kurzfristiges Abwärtspotential, mittel- und langfristiges Aufwärtspotential.

Broker blieben gestern mit ihren Positionen in Deckung. Keiner wagte es, eine wirkliche Bewegung anzustiften. Man weiß um die Liquiditätskraft der Fonds, die im Öl engagiert sind und Ausreißer jederzeit kontern können. Sie verschieben ihre Terminpapiere auf den nächsten Monat. Das deutet darauf hin, dass sie eine längere Aufwärtsbewegung erwarten.

Der Grund für die Annahme ist immer der selbe. Die USA leiden an zu knappen Vorräten. Inzwischen gibt es erste Bedenken zur Heizölversorgung im kommenden Winter. Im Irak werden die Aufbaubemühungen weiterhin durch Terror und Plünderungen gebremst oder lahmgelegt. So mussten die größte Raffinerie in Basra und das Ölterminal wegen Stromausfalls geschlossen werden. Technische Einrichtungen der Elektrizitätswirtschaft sind beliebtes Beutegut für Plünderer, da sie wertvolles Kupfer enthalten.

Positiv und negativ wird der jüngste Report der IEA (Internationale Energie Agentur) bewertet. Einerseits sieht er eine leichte Erhöhung der OPEC-Lieferungen für den Juli. Die wird allein durch den mitgewerteten Irak aufgebracht. Andererseits wird die Nachfrageschätzung für das vierte Quartal um 0,7 Mio. Barrel pro Tag angehoben. Das wird als zusätzliche Belastung für die knapp bemessene Versorgung angesehen.

Charttechnisch sieht es so aus, als könnte der Ölpreis noch etwas nachgeben bevor er einen weiteren Sprung nach oben vollzieht. Der Dollar hat sich weiter seitwärts entwickelt. Gewinne in die eine oder andere Richtung werden schnell wieder abgegeben.

Der Gasölpreis gibt heute Morgen etwas nach. Die Tonne kostet jetzt 249,50$.

Unsere Heizölpreise verändern sich leicht zu Gunsten der Verbraucher. Die aktuelle Bewegung ist dem Dollar zu verdanken. Sie könnte kurzfristig aber durchaus einen Kick vom Öl bekommen, der sie bezogen auf 3000 Liter 3-4% billiger werden lässt. Nach einem kurzfristigen Rückgang erwarten wir weiter steigende Preise. Daher raten wir, die nächsten Tage für Käufe zu nutzen.

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