Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Den Wahnsinnigen winkt Hilfe

Das Stück ist gegeben. Es folgt die Zugabe. Das Stück lautet „Aussteigen wenn es am schönsten ist“. Es handelt vom Kassemachen bei hoch gelobten Aktien- und Ölnotierungen. Das Barrel Rohöl verbilligte sich an der New Yorker Warenterminbörse innerhalb weniger Tage von 88 auf 80 Dollar. Charttechnisch ist der Drops gelutscht. Als Zugabe gibt es „Die Konjunktur läuft doch nicht rund“. Dabei geht es um das Hyperventilieren einer elitären Geldszene auf Grund von enttäuschten Hoffnungen. Dieses Stück kommt schwerer rüber als das erste. Die Elitezöglinge spielen nicht nur mit Charts. Sie sehen den Gang ihrer Welt nun fundamental.

Die Enttäuschung ist breit angelegt. USA in vielen Wirtschaftsdaten mies. Immobilienmarkt mies. Entwicklung der Verbraucherpreise mies. Inflation ungenügend. Angst vor Deflation. Weltweit Eintrübung des Wirtschaftsklimas. China läuft heiß. Zu hohe Inflation. Regierung muss Entwicklung bremsen. Schade um die schöne Konjunktur. Europa mies. Einige Staaten kämpfen gegen eine drohende Pleite. Es geht wieder um Sein oder Nichtsein der EU und um gigantische Abschreibungsgefahren deutscher Banken, allen voran die Hypo Real Estate. Nach dem Schönreden in den letzten Wochen kann so mancher Geldjunkie angesichts des Realitätsschocks in eine veritable Depression fallen. Gestern gab es immerhin ein Trostpflaster, das schlimmere Verluste am Ölmarkt verhinderte. Das waren die US-Bestandsdaten. Die kamen wieder mit einem satten Minus daher.

DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) legten ähnlich lautende Zahlen zur wöchentlichen Veränderung in den Tanklagern vor. Das erhöht ihren Vertrauensgrad. Im Einzelnen lauten die Daten wie folgt:

Rohöl: -7,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. -7,7 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -1,1 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,2 Mio. Barrel (API)
Benzin: -2,7 Mio. Barrel (DOE) bzw. -1,7 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 11,1 (DOE) bzw. 9,2 (API) Mio. Barrel. Die US-Importe sind geringer als in der Vorwoche und im Vorjahr. Die Raffinerieauslastung ist auf 84 Prozent gestiegen. Produkte werden aus dem Rohölbestand gekocht. Der wird nicht adäquat aufgefüllt. Er sinkt kräftig. Und dennoch ist der Lagerbestand weiterhin hoch. Es drängt sich der Eindruck auf, dass man sich auf weniger Ölkonsum einstellt. Genau dieser Eindruck wird durch entsprechende Marktdaten bestätigt.

Heute Morgen wird ein ganz anderes Stück gegeben. Es heißt „Einsteigen wenn die Kanonen donnern“. Darin nehmen einige Finanzjongleure Antidepressiva und singen das Hohelied von der ewigen Hilfsbereitschaft der Regierungen, die sie erfahren. So gestählt legen sie dann ihr Geld auf verloren geglaubte Titel. Damit lösen sie eine Verfolgerwelle aus. Und siehe da, die Kurse steigen wieder. Mal sehen was passiert, wenn die Wirkung der Drogen nachlässt. Aktuell ist davon noch nichts zu spüren. Die Tonne Gasöl kostet 705 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 81,52 Dollar und in London 84,36 Dollar. Der US-Dollar wird zu 73,54 Eurocent gehandelt.

Unsere Heizölpreise gaben ordentlich nach. Tendenziell trauen wir ihnen noch mehr Rückgang zu. Von den Börsen kommt aktuell allerdings ein anderes Signal. Öl wird wieder teurer. Dafür verbilligt sich der Dollar. Die Unsicherheit, die im Finanz- und Wirtschaftssystem steckt, spricht für tiefere Heizölpreise. Die Hilfsbereitschaft der Regierungen, weiteres Geld, das sie nicht haben, in das Finanzsystem zu pumpen, spricht dagegen. Wenn Sie sicher sein wollen, weniger Geld für Heizöl ausgeben zu müssen, schauen Sie sich mal das hier an: www.heizkosten-50.de.

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