Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Den Zug mussten sie nehmen

Unverhofft kommt oft, mag die Finanzszene gestern gedacht haben, als sie sich mit einer bullischen Einstellung in gewinnträchtige Geschäfte stürzte. Dabei trieb sie den Ölpreis rund vier Prozent in die Höhe. Unverhofft kam die Situation, weil seit einiger Zeit ein Lagerwechsel von bullisch auf bärisch zu beobachten ist. Dafür gibt es zahlreiche Gründe aus dem Ölmarkt. Die beginnen Wirkung zu zeigen. Diese Gründe bestehen unverändert fort. Die gestrige Rallye ist mal wieder ein Produkt der Finanzindustrie selbst. Sie wurde vom Devisen- und Aktienmarkt induziert und durch die charttechnische Konstellation unterstützt. Der Dollar verlor dabei erheblich an Wert. Problematisch wird es nun für den Abwärtstrend beim Öl. Ihm wurde kräftig in die Parade gefahren.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Finanzhilfen für notleidendes Griechenland in Aussicht gestellt
Spekulanten wollen höheren Ölpreis
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
China steigert Ölnachfrage deutlich
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage weltweit
Obama will Banken regulieren
China strafft Geldpolitik
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise zogen gestern deutlich an. Die Vorgaben kamen von den Ölbörsen und vom Devisenmarkt. Letzter dämpfte den Drang zu höheren Preisen. Generell hat sich wenig an den Grundlagen der Preisbildung geändert. Sie stehen weiter unter hohem Einfluss reiner Finanzspekulation. Ölthemen kommen dabei tendenziell zu kurz. Die wahrscheinlichste aller Richtungen weist seitwärts. Gleichwohl sehen wir Chancen, von Zeit zu Zeit günstige Kaufmomente zu erleben. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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