Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Der Bericht des Irak...

Das wohl wichtigste Ereignis des Wochenendes war die Vorlage des Berichtes des Irak über dessen waffenfähige Produktionsanlagen. In Venezuela verschärft sich der Streik, bei dem es bereits drei Tote gegeben hat. Die OPEC ringt weiter um Quotentreue.

Der Irak hat seinen Bericht vorgelegt. Es sollen Massenvernichtungswaffen drinstehen, auch wenn die irakischen Sprecher dies immer wieder dementieren. Ein Zitat von Hussein lautet, dass der ein Idiot ist, der alles ernst nimmt, was gesagt wird. So kann man wohl auch den Bericht, die Aussagen hierüber, aber auch die Reaktionen einstufen. Es wird wohl weitergehen mit dem Ziehen und Zerren, ob der Frage Krieg oder Frieden. Die USA scheinen die Analyse besonders ernst zu nehmen und man kann sich dem Gefühl nicht verwehren, dass sie bereits bei einem Tippfehler im Bericht in den Irak einmarschieren könnten. Letztlich kann die Analyse des Berichtes Monate dauern. Solange werden die Unsicherheiten um den Irak auch weitergehen. Hier sei noch einmal auf unseren letzten esyoil special zur Entwicklung des Ölpreises während des letzten Irakkrieges hingewiesen.

Die für die USA wichtige Versorgung mit Öl aus Venezuela scheint ernsthaft der Gefahr des Versiegens entgegen zu gehen. Nachdem es Tote bei den Streiks gegeben hatte, ist die Stimmung weiter aufgeheizt. Der Präsident Chavez verteidigt weiter seinen Kurs. Mit einem steigenden Wintergeschäft in den USA ist dies ein sicheres Zeichen für einen Preisanstieg. Ob dies allein reicht, wird sich noch zeigen müssen.

Bei der OPEC scheint bis auf eine Senkung der Förderquoten alles möglich zu sein. Bis zum nächsten OPEC-Treffen wird die Entwicklung im Irakkonflikt entscheidend sein, ob die OPEC die Überproduktion anerkennt oder die Quote sogar noch erhöht. Die Beharrlichkeit, mit der in der OPEC auf Einhaltung der Quote gedrängt wird, lässt einen weiteren Preisfall aber nicht ohne weiteres zu.

Am Freitag fielen die Preise zum Abend hin. Heute morgen wird mit einer technisch bedingten Gegenreaktion gerechnet. In Summe deuten die Anzeichen wieder auf gesteigerte Gefahr für Preissteigerungen hin.

Der Gasölpreis steigt heute Morgen etwas an. Mit 228,50$ pro Tonne befindet er sich in der Mitte der Handelsspanne vom Freitag und damit wieder über dem Schlusskurs.

Unser Heizölpreis verlor am Freitag. Heute Morgen zieht er erwartungsgemäß ein wenig an. Er wird heute wohl stagnieren bis anziehen.

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