Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Der Bluff ist aufgeflogen

Die Ölpreise liefen in den letzten Tagen in die falsche Richtung. In einem ausgesprochen gut versorgten Markt stiegen sie rasant an. Versuche, den Anstieg mit Wirtschaftsdaten zu erklären, überzeugen nicht. Die Daten sind eine Melange des Mittelmäßigen. Sie liegen teilweise über und teilweise unter dem längerfristigen Durchschnitt. Aufbruch zeigen sie nicht an. An dem übten sich Finanzjongleure zuletzt aufgrund der Meldung Saudi Arabiens, die Produktion um fünf Prozent zu kürzen. Ihr Rallye entwickelte sich allerdings zum Rohrkrepierer. Am Gipfel der Übertreibung, der war gestern Mittag erreicht, brachen die Notierungen ein. Das machen sie immer noch. Die Produktionskürzung Saudi Arabiens ist übrigens eine logische Konsequenz der Überversorgung. Wer sie als bullisches Signal interpretiert, will bluffen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Kurden und Libyer blockieren Öllieferungen
China wächst immer noch rasant
Explosive Lage im Nahen Osten
Ölmengen global schlecht verteilt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Bestandsdaten
Geldvermehrung durch Notenbanken infrage gestellt
Warmer Winter in den USA
Liefermengen aus der Nordsee sollen steigen
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise geben wieder nach. Öl- und Dollarnotierungen bringen sie auf den freundlichen Weg. Er entspricht der gegenwärtigen Lage des physischen Markts. Die andere Richtung ist die des Finanzmarkts. Ich rechne mit der Rückkehr zu tieferen Heizölpreisen. Es ist gut möglich, dass sie mit der gestrigen Umkehr der Preisbewegung erreicht werden. Verbraucher haben den Vorteil, aktuell zu tieferen Preisen als vor einem Jahr kaufen zu können. Das mag diejenigen, die aufgrund eines leeren Tanks kaufen müssen, versöhnlich stimmen. Im Verlauf des Jahres werden sich wahrscheinlich noch bessere Kaufmomente ergeben. Um die nutzen zu können, sollte beim aktuellen Kauf etwas Platz im Tank gelassen werden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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