Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Der Dampf ist raus

Versuche, die Ölnotierungen weiter in die Höhe zu treiben, waren gestern mäßig erfolgreich. Einzig Benzin in den USA konnte kräftig zulegen, weil Finanzjongleure Knappheit wittern. Stillgelegte US-Raffinerien, die ihre Betreiber vor Verlusten bewahren sollen, beflügeln die Phantasie der Geldritter. Das Spiel um Brennstoffe neigt sich seinem Ende. Nun kommen die Kraftstoffe wieder in Mode. Zum Halbjahreswechsel wird dem jeweils aktuellen Produkt ein ordentliches Nachfragewachstum vorhergesagt. In den letzen Jahren endete das grundsätzlich im Gegenteil. US-Konsumenten verbrauchen Jahr für Jahr weniger Öl. Impulse aus Wirtschaft und Politik hatten wenig Einfluss auf die Ölnotierungen. Konjunkturdaten aus Europa und den USA neutralisierten sich gegenseitig, Europa schlecht, USA gut. Und mit Gesprächen über das iranische Atomprogramm kann man nach der X+1sten Verhandlungsrunde niemanden mehr zu einer Zockerei bewegen, zumal man nicht mal weiß, ob tatsächlich über das Thema gesprochen wurde. Im Gegensatz zu den für Heizungen relevanten Ölpapieren konnte der Dollar ordentlich zulegen. Der Euro wurde wegen schlechter Wirtschaftsleitung der EU abgestraft.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Weniger Arbeitslose in den USA
Phantasie: US-Benzin soll knapp werden
China wächst immer noch rasant
Spannungen in Nordafrika und Nahost

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: EU-Wirtschaft schrumpft
USA brauchen immer weniger Öl
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Genug Öl am Markt

Unsere Heizölpreise legen ein wenig zu. Die Ölnotierungen sind dabei erneut eine Randerscheinung. Der Impuls kommt vom Dollar. Er treibt die Heizölpreise. Der Binnenmarkt ist für die Jahreszeit außerordentlich unbelebt. Deshalb sind die Margen für Heizöl niedrig. Der Brennstoff ist derzeit günstiger als vor einem Jahr. Im Jahresverlauf sollte der Preis des Öfteren sogar unter den aktuellen Wert fallen. Das wäre aufgrund der entspannten Versorgungslage naheliegend. Wann und ob die Prognose eintritt, ist pure Spekulation. Sie kann durch politische Einflussnahme komplett aus den Angeln gehoben werden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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