Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Der Euro bleibt

Es mehren sich die Stimmen, die ohne politische Motivation oder gar moralischer Begründung darauf verweisen, dass es kaum Vorteile brächte, in den Ländern, in denen der Euro-Raum bereits heute funktioniert, den Euro gegen die nationalen Währungen auszutauschen. Dem Gedanken, dass sich der Euro-Raum noch einmal verändert und nicht vollkommen aufgegeben wird, kann man Einiges abgewinnen. Unabhängig von der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise ist ein großer Raum ohne Wechselkursschwankungen von Vorteil und umso größer er ist, desto stabiler ist das Wirtschaften innerhalb dieses Währungsraumes. Ein einfaches Beispiel veranschaulicht dies, wenn man sich vorstellt, dass Saudi Arabien in der Euro-Zone wäre, dann wäre der deutsche Heizölverbraucher die Schwankungen des Dollar-Euro-Wechselkurses los und wir hätten einen aktuellen Preistreiber weniger. Sicher ist jedoch auch, dass die Art, wie wir innerhalb der Euro-Zone miteinander, nebeneinander und aneinander vorbei gelebt haben, der Geschichte angehört. Aktuell leidet der Eurokurs unter den letzten Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum und hier ist auch Deutschland zu nennen. Die Finanzlage Griechenlands spitzt sich weiter zu. Auch dies drückt auf den Euro. Die Ölnotierungen profitieren von einer überwiegend guten Nachrichtenlage zur Konjunktur der USA am gestrigen Tag.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Zu viele Ölkäufer in Europa
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
OPEC-Produktion sinkt
Höhere Ölnachfrage im dritten Quartal erwartet
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Keine Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken
Iran findet Wege, den Boykott zu lockern
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise steigen und steigen. Das viele Lamentieren um den Euro und den Verbleib Griechenlands im Euro-Raum ist wenig hilfreich. Die ergriffenen Maßnahmen scheinen nicht zu fruchten und sind immer schwerer zu vermitteln, sodass eine Fortsetzung dieser Maßnahmen als unsicher erscheint. Der gestern noch als mögliches Risiko gehandelte Tropensturm Ernesto erweist sich als ungefährlich. Die Spekulation auf weiter steigende Ölnotierungen bleibt aber bestehen. Der Ausblick auf einen ordentlichen Preisnachlass bleibt somit trübe. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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