Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Der Hurrikan ist durch, der Schaden ist gewaltig

Nach dem Hurrikan sinkt der Ölpreis. Doch Phantasien über den hinterlassenen Schaden werden ihn bald wieder auf die Spitze treiben. Erste Schätzungen sehen 25% der US-Förderung und 9% der US-Raffinerien ausgefallen. Mit Ausnahme von Benzin trifft dieser Schlag zwar auf gut gefüllte Lager. Zudem stünden die strategischen Reserven zur Verfügung. Aber es käme einem Wunder gleich, wenn die für Störungen und Mangel sensible Börse die Lage nicht nutzte, um ein neues Preisniveau oberhalb von 70$ zu etablieren. Die US-Währung litt noch nicht unter dem Hurrikan, obwohl wahrscheinlich die größte je bezifferte Schadenssumme erreicht wird. Gestern stieg der Dollar-Kurs. Die Bewegung ist nicht im Trend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Hurrikanschäden treffen US-Versorgung schwer
Raffineriekapazitäten knapp
Iran könnte zum Ölhahn greifen
Nachfragesteigerung hoch
Terrorängste in Saudi Arabien
Institute prognostizieren deutliche Teuerung
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC zu Liefererhöhung bereit
Entspannte Vorratslage
Nachfrageprognosen leicht gesenkt
BP prognostiziert tiefere Preise

Unsere Heizölpreise entwickeln sich wie seit dem Frühjahr befürchtet. Sie jagen von Rekord zu Rekord. Der Markt findet immer einen Grund zur Preissteigerung. Aktuell erscheint er sogar plausibel. Nach kurzer Beruhigung dürften demnächst weitere Rekordpreise anstehen. Auch der Nachfrageanstieg war auf Grund übermäßig leerer Tanks absehbar. Das Zusammentreffen beider Umstände, Preisanstieg im Sommer und Herbst sowie Kaufzwang wegen leerer Tanks, ist für Verbraucher sehr unangenehm. Es wird deutlich, wie sinnvoll es sein kann, sich über die zu erwartende Preisentwicklung zu informieren. Im Mai war Heizöl 40% billiger. Wer unbedingt Heizöl braucht, sollte jetzt nur eine halbe Tankfüllung ordern. Noch gibt es Grund zu der Annahme, dass Heizöl im Winter billiger sein wird.

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