Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Der Iran will mehr

Auch am Freitag erlebten die Ölpreise eine tollkühne Berg- und Talfahrt. Heute Morgen stehen sie über dem Niveau vom Freitag. Die OPEC, insbesondere der Iran sorgten am Wochenende wieder einmal für Gesprächsstoff, indem Vertreter des Iran einen 100-Dollar-Preis für ein Barrel Rohöl forderten. Die OPEC setzt zur Erreichung dieses Ziels auf eine Kooperation mit Russland. Russland wird seinerseits Vertreter zum OPEC-Treffen entsenden, das am Mittwoch stattfinden wird. Welche Rolle Russland dort spielen wird, ist vollkommen unklar. Möglicherweise dürfen seine Vertreter einmal zuhören, was bei einem solchen Treffen besprochen wird. Vielleicht dürfen sie aber auch selber etwas sagen. Langfristig wird auch eine Kooperation mit Russland der OPEC nicht helfen die Preise nach oben zu reden. Solange die Weltwirtschaft lahmt, wird sich der Ölpreis nicht maßgeblich erholen. Der Dollar fällt weiter. Er leidet unter dem Erfolg der Aktienbörsen. Dort schöpft man nach den vielen angekündigten Konjunkturprogrammen wieder Hoffnung. Dem gegenüber steigt der Euro.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC und Russland diskutieren Kürzungen
Kalter Winter in den USA erwartet
Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China
IEA prognostiziert neue Hochpreisphase nach 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
Weltweite Nachfrage sinkt
Starke US-Bestandsdaten
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel
OPEC hat wenig Gestaltungsspielraum
Charttechnik: Abwärtstrend des Ölpreises

Unsere Heizölpreise ziehen weiter an. Sie folgen erneut dem Druck des Weltmarktes. Die Binnennachfrage war aus Angst vor dem OPEC-Treffen und aus Kalkül wegen der Steuererhöhung zum 01.01.2009 wieder angestiegen. Damit geht zurzeit ein kleiner Aufschwung der Margen einher. Die Liefermöglichkeiten vor dem Jahreswechsel sind allerdings begrenzt, da die Feiertage in diesem Jahr hierfür ungünstig liegen. Wer die Preisentwicklung verfolgen möchte, ohne ständig unsere Website zu konsultieren, kann unseren Preisalarm verwenden.

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