Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Der Karren läuft wieder

Konjunkturdaten gut, Ölversorgung gut, alles gut. So sah die Welt für Finanzjongleure am Freitag aus. Sie investierten in Ölpapiere und Aktien. Sie werteten den Euro auf. Sie gingen nach einem richtig schönen Arbeitstag ins Wochenende. Zuvor nahmen sie zur Kenntnis, dass das Geschäftsklima in Deutschland alle Prognosen übertrifft, dass Konsumenten in Großbritannien mehr kaufen als man von ihnen erwartet hat, dass die Chinesen unvermindert ölhungrig sind und vom Weltmarkt nehmen, was der ihnen gibt. Und er gibt. In Einzelfällen steigt das Angebot sogar. Der Irak erweitert seine Fähigkeit, Öl zu verschiffen durch die Inbetriebnahme neuer Ölterminals. Derzeit sind zwei davon in Betrieb, es folgen weitere drei. Produktion und Exporte stiegen bereits auf Vorkriegsniveau. Von den Zahlen aus dem Jahr 1979 sind sie allerdings noch weit entfernt. Diese zu erreichen ist der Plan. Man wird sehen, ob er realisiert wird. Die OPEC hat erkannt, dass es nicht reicht, aus allen verfügbaren Löchern Öl zu pumpen. Die Welt will mehr ölreiche Löcher sehen, um den Glauben an Wachstum nicht zu verlieren. Also werden mehr Löcher versprochen. Bis 2016 sollen die für ein Kapazitätsplus von sechs Mio. Barrel pro Tag sorgen. Irgendjemand hatte auf dem Zettel, dass andernorts auf der Welt derweil weniger Öl aus den Quellen sprudelt. So stiegen die Ölpreise trotz der schönen Verheißungen um ein paar Promille an.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Gute Konjunkturdaten in der EU
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Kanada, Iran, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ölembargo gegen den Iran ab Juli

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC liefert mehr Öl
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC will Reservekapazitäten steigern
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Die steigenden Ölnotierungen wurden von fallenden Dollarkursen kompensiert. Gemäß Trend sollte Heizöl ein wenig billiger werden. Die aktuelle politische Lage steht dem nicht im Weg. Gleiches gilt für die Versorgungslage. Man darf hoffen, dass das einige Wochen lang so bleibt. Trotz des freundlichen Umfelds ist die Gefahr plötzlich steigender Heizölpreise generell höher als ein entsprechender Preisrückgang. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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