Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Der Krieg kommt ...

Fester als erwartet tendieren die Preise abwärts. Gestern sprachen wir von einer kurzen Chance für die Verbraucher, sich zu moderaten Preisen vor dem Irakkrieg eindecken zu können. Heute sehen wir, dass die Preise trotz einer de facto Kriegserklärung von George Bushs nicht wieder anziehen. Das gibt nun endgültig Grund zu der Annahme, dass sich ein Abwärtstrend durchsetzen könnte.

Allerdings sind die Ausschläge nach unten wie nach oben noch extrem. D.h., dass sehr große Nervosität im Markt steckt. Dabei kann es auch zu plötzlichen Übertreibungen in die falsche Richtung kommen. Verbraucher können damit gelassen umgehen, da unsere Inlandspreise einen deutlichen Dämpfungseffekt gegenüber dem Weltmarkt zeigen. Dabei werden Spitzen häufig abgeschnitten.

In den nächsten Tagen werden die US-Truppen in den Irak einmarschieren. Sollte der kriegerische Akt ohne größere Zerstörungen und Probleme ablaufen, werden die Preise ihren Abwärtstrend stabilisieren. Nur zeitraubende Guerillagemetzel sollten ihm noch nennenswerte Aufwärtskräfte verleihen können.

Kleine Störungen der neuen Richtung erwarten wir auch von den Berichten aus den US-Tanklagern. Denn dort ist die schlechte Vorratslage noch nicht überwunden. Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen, um die am Limit laufende Versorgung wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Heute Morgen sieht es weiterhin erfreulich aus. Mit 301,50$ pro Tonne kostet Gasöl etwa soviel bzw. sowenig wie gestern Abend. Der Preis scheint resistent gegen George Bushs Kriegankündigung geworden zu sein.

Unsere Heizölpreise verteidigen ihr niedrigeres Niveau. Es liegt rund 6% unter der Spitze vom 10. März. Der Blick auf den Chart über alle Regionen zeigt, dass die ?verkehrte Welt? mit höheren Preisen im Norden als im Süden fortbesteht. Das zeigt, dass sich die USA weiterhin bei uns mit Heizöl und Diesel eindecken. Es ist ein Zeichen für die Schwäche der US-Versorgung.

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