Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich

Der Mensch ist fehlbar, der Computer auch. Diese Tatsache ist nicht neu. Dennoch sorgt sie immer wieder für Verblüffung. Am Donnerstag letzter Woche lösten Computer den gewaltigen Ölpreisverfall aus. Er war der größte seiner Art seit Öl-Futures gehandelt werden. Die „Preisschmelze“ konnte erst gegen 10:00 Uhr am Freitag gestoppt werden. Danach setzte eine Erholung ein. Diese hätte vermutlich einen großen Teil des Preisverfalls bis zum Tagesende ausgeglichen, wenn nicht eine unerwartete Störung an den Devisenbörsen aufgetreten wäre. Diese Störung ist nicht auf das Versagen von Computertechnik, sondern auf einen altbekannten Konstruktionsfehler des Euro-Systems zurückzuführen. Ausgelöst wurde sie schließlich durch das Gerücht, dass Griechenland aus dem System austritt. Das ließ den Euro abstürzen bzw. den Dollar in die Höhe schnellen. Und nun griff das oft beobachtete reziproke Zusammenspiel mit den Ölnotierungen. Dollar rauf, Öl runter. So stiegen die Ölpreise bis zum Börsenschluss nicht um zehn oder gar fünfzehn Dollar, sondern nur um vier Dollar. Der Drang nach oben ist bereits wieder angelegt. Er wird sich Bahn brechen, sobald die Causa Griechenland aus den Schlagzeilen verschwindet. Prinzipiell haben die USA aufgrund ihrer Größe und Bedeutung ein gewichtigeres Schuldenproblem als Europa, das von ein paar sehr ernsten aber vergleichsweise kleinen volkswirtschaftlichen Störungen bedroht ist.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gegenreaktion auf Preisverfall wird erwartet
Nullzinspolitik der FED
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Sorge vor Ausweitung der Unruhen auf Saudi Arabien

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Euro unter Druck
USA brauchen weniger Benzin
Reduzierte Wachstumsprognosen
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise gaben auch am Freitag nach. Der Vortagsschwung lief dabei spürbar seinem Ende entgegen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Preise schnell einen Teil der Verluste ausgleichen werden. Im Augenblick trennt sie lediglich das erneute Auflodern der Eurokrise von einer heftigen Aufwärtsreaktion. Anspannung und Erwartung sind im Binnenmarkt bei den Vorlieferanten der Heizölhändler zu spüren. Sie drehen nervös an der Preisschraube. Wir raten dazu, den Preisverfall sofort zum Heizölkauf zu nutzen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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