Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Der Preis bleibt hoch

Erwartungsgemäß gab der Ölpreis gestern nach. Der Rückgang wird allerdings durch die Dollargewinne mehr als kompensiert, so dass sich am Niveau des heimischen Marktes nichts ändert.

Die fundamentale Stimmung an den Märkten ist bullisch. Sie steht nach wie vor unter dem Eindruck der OPEC-Kürzungen und der knappen Wintervorräte beim Heizöl.

Russland und die IEA (Internationale Energie Agentur) werfen der OPEC vor, mit ihrer Politik gegen wirtschaftliche Vernunft zu handeln. Russland wird sich an Kürzungsaktionen auf keinen Fall beteiligen. Nach Meinung des Energieministers Igor Yusufov ist der Ölpreis, den die OPEC mit dem 22$-28$-Band anstrebt, zu hoch. Der designierte OPEC-Chef Purnomo Yusgiantoro, Energieminister Indonesiens, verteidigt einen mittleren Preis von 25$. Mehr werden es nach seiner Meinung auf keinen Fall werden. Den aktuellen Preis sieht er als temporäres Ereignis, das bald überwunden sein wird.

Nach Meinung der IEA ist die Preisentwicklung im kommenden Winter nicht abschätzbar. Die knappe Vorratslage beim Heizöl wird extrem hohe Preisschwankungen zur Folge haben.

Unter dessen werden in Saudi Arabien und im Iran die Kürzungen, die im November greifen sollen, vorbereitet.

Charttechnisch beginnt der Markt bärisch zu werden. Der Preisanstieg ist zunächst ausgereizt. Eine kurzfristige Erholung ist wahrscheinlich. Ihr steht allerdings eine umgekehrte Situation beim Dollar entgegen. Die Währung scheint nun zu einer Erholung anzusetzen. Die Bush-Administration soll den Dollar angeblich im Interesse der heimischen Wirtschaft tief halten wollen. Dem Ansinnen stellen sich die Märkte entgegen. Sie sind vermutlich stärker als der stärkste Mann der Welt.

Der Gasölpreis gibt heute Morgen erwartungsgemäß nach. Die Tonne kostet zur Stunde 270$.

Unsere Heizölpreise bewegen sich trotz der Entspannungstendenzen am Weltmarkt nicht. Der Dollarkurs macht sie zu Nichte. Was ist nun vom aktuellen Heizölpreis zu halten? Im Vergleich zu den Preisen von 1998 sind sie hoch. Im Vergleich zu den Durchschnittspreisen der letzten drei Jahre sind sie auf einem mittleren Niveau. Im Vergleich zu den Heizölpreisen in den USA sind sie gut. Und im Vergleich zu den Erdgaspreisen hierzulande sind sie billig. Im September kosteten 3000 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt etwa die Hälfte einer vergleichbaren Erdgasmenge. Inzwischen ist der Ölpreis kräftig gestiegen. Wir schätzen die Relation jetzt bei rund 70% vom Erdgaspreis.

Auch wenn Heizöl nun mehr kostet, als sich das Verbraucher verständlicherweise wünschen, befindet sich der Preis offensichtlich immer noch im ?grünen Bereich?.

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