Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Der Verbraucher darf wählen

Die Trends sind intakt. Die Formel „Dollar rauf, Ölpreis runter“ ist es auch. Es gibt Ausbruchsversuche aus den Kursformationen. Über das Versuchsstadium sind sie bisher nicht herausgekommen. Mindestens zwei Argumente sprechen dafür, dass die Versuche weitergehen und dass sie in Kürze zum Erfolg führen werden. Erstens, das empirisch gemessene Vertrauen in die Konjunkturentwicklung der USA und Europas übertrifft die Erwartungen. Zweitens, der starke Fall der Ölpreise fordert eine Gegenreaktion heraus. Die kann schnell zum Initiator für die Rückkehr zum Aufwärtstrend werden. Es gibt aber auch zwei gewichtige Argumente für die Fortsetzung des Aufwärtstrends beim Dollar und des Abwärtstrends beim Öl. Erstens, überschuldete Staatshaushalte lassen eine Kette von Staatsbankrotten als möglich erscheinen. Damit droht Kredit gebenden Banken ein erhebliches Abschreibungsrisiko. Geld, das zuvor ins Finanzsystem gepumpt wurde und dort für spekulativ aufgetriebene Kurse sorgte, würde vernichtet werden. Zweitens, charttechnisch war die nachkrisliche Aufwärtsbewegung der Öl- und Aktienkurse im April ausgereizt. Nun kommt die Rückkehr zum krisenbedingten Absturz der Notierungen. Denn die Finanz- und Wirtschaftskrise ist nicht überwunden.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Positive Konjunkturdaten
Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
Schwache Konjunkturdaten aus China
Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl

Unsere Heizölpreise schaffen es nicht, über eine Seitwärtsbewegung hinauszukommen. Der starke Dollar neutralisiert Effekte aus fallenden Ölnotierungen für die Heizölpreise. Die weiteren Aussichten für die Preisentwicklung sind ambivalent. Jeder kann sich aus den wenigen Fakten, mit denen sich zwei mögliche Szenarien beschreiben lassen, diejenigen heraussuchen, die seiner Kaufentscheidung am zuträglichsten sind. Die konservative Variante ist, jetzt Heizöl zu kaufen und die aufgelaufene Einsparung mitzunehmen. Die aggressiv, spekulative Variante ist, einen weiteren Preisabgang zu erwarten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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