Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Der Weg hinaus führt über Panik

Auf die gestern an dieser Stelle gestellte Frage „..., wie Spekulanten aus der Nummer wieder herauskommen wollen?“ konnte man im Laufe des Tages eine Antwort finden. Sie lautet „panisch“. So lässt sich die Fluchtbewegung, die nach Eröffnung des New Yorker Parketthandels einsetzte, charakterisieren. Die vollständige Lagebeschreibung lautet wie folgt: Die Ölpreise sind als Folge hohen spekulativen Engagements von Banken und Fonds deutlich über ein durch fundamentale Rahmenbedingungen begründbares Preisniveau hinausgestiegen. Dieses Niveau kann solange verteidigt werden, wie der Glaube an ein Anziehen der Wirtschaft und an eine wachsende Ölnachfrage aufrecht erhalten werden kann. In anderen Worten heißt das, dass der erwartete Nachfrageanstieg von morgen bereits heute eingepreist ist. Die Zweifel mehren sich, dass der von Spekulanten postulierte Anstieg der Ölnachfrage nicht eintreten wird. Es wird immer schwerer, die mangelnde Werthaltigkeit der aktuellen Ölpreise zu verschleiern. Das ist mit der „Nummer“ gemeint, aus der Spekulanten heraus finden müssen. Gestern sind einige den Weg hinausgelaufen. Die Folgen sind im Preis deutlich zu spüren. Eine Fortsetzung der Fluchtbewegung liegt nahe. Dass diese spektakuläre Formen annimmt, darf allerdings bezweifelt werden. Den Akteuren stehen Spielarten in Form von Put-Optionen zur Verfügung, mit denen sie ihren Einsatz sichern können, ohne ihn umgehend aufzulösen. Es ist nicht absehbar, dass die Ölpreisbildung alsbald dem Ölmarkt zurück gegeben wird. Die Banken werden um den Ölpreis kämpfen. Der Dollar legte gestern zu. Er ist damit ein ins Bild passendes Teil im Gesamtgetriebe der Finanzspekulation. Passend ist auch der Kursabschlag an den Aktienmärkten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
IEA sieht Nachfragebelebung in 2010
Hurrikansaison in den USA

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Schwache Nachfrage weltweit
Aktien geben nach
Heizölschwemme in den USA
Öllager randvoll
Überproduktion von Rohöl
Terminmarktausicht will Handelbeschränkungen

Unsere Heizölpreise folgen den Börsenvorgaben. Sie fallen kräftig. Der Weg führt zurück zu einem Preis von 50 Cent pro Liter bei 3000 Liter Liefermenge. Aus fundamentaler Sicht könnte Heizöl noch günstiger werden. Dagegen stehen die Umtriebe der Finanzindustrie. Wir rechnen damit, dass sie den panischen Preisabgang in den Griff bekommen wird. Im Laufe des Jahres können wir uns aber durchaus Momente mit Preisen unter 50 Cent vorstellen. Im Süden der Republik ist Heizöl etwas teurer als rechnerisch möglich wäre, weil sich dort die eingeschränkten Frachtmöglichkeiten auf den Wasserstraßen bemerkbar machen. Die Wasserpegel sind sehr niedrig. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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