Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Der leise Krieg

Krieg, Bürgerkrieg, Revolte, Attentate, Gewalt, all das gibt es im Nahen Osten im Überfluss. Feindschaften werden vor den Augen der Weltöffentlichkeit martialisch gepflegt. Bisweilen sind sie Argument für steigende Ölpreise. Derzeit wird in der Region eine neue Form gewaltsamer Politik praktiziert, deren Wirkung gefährlicher ist als die von Bomben und Panzern. Sie findet quasi unbeobachtet statt. Die Rede ist von finanzpolitischer Kriegsführung gegen den Iran. Die USA haben die Macht, diese ohne ihr Militär flächendeckend zu praktizieren. Sie können damit zeitgleich einen Krieg gegen jedes Land führen, das sich in der Atomfrage nicht ihrer und der israelischen Meinung anschließt. Der multilateral geführte Krieg hat ein perfektes Timing, weil der Iran durch die Lage am Ölmarkt verteidigungslos dasteht. Er kann nicht einmal mit dem Entzug seines Öls eine Gegenbedrohung aufbauen, weil der Markt derzeit überversorgt ist. Am atomaren Sturm und Drang des Landes wird dieser Krieg nichts ändern. Im Gegenteil, der Iran wird zur Atombombe getrieben. Sie ist die billigste Art, jeden Gegner in die Schranken zu weisen. Das Finanzsystem stellt nach Meinung des Leiters der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, eine größere Bedrohung für die Menschheit dar als der klassische militärische Krieg. Finanzkriege können von Regierungen aber auch von Banken geführt werden. Im Ölpreis spiegelt sich diese Bedrohung derzeit nicht wider. Er bildet endlich einmal die Überversorgung ab. Dabei ist der Preisrückgang relativ verhalten.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Iran will Atomwaffensperrvertrag kündigen
Explosive Lage im Nahen Osten
China wächst immer noch rasant
Geringe US-Heizölbestände
Geldvermehrung durch Notenbanken
Einigung zur US-Fiskalklippe greifbar

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Wiederaufnahme der Atomgespräche mit dem Iran
US-Ölförderung auf 14 Jahreshoch
Ölangebot hoch
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise steigen ein wenig. Die Bewegung liegt nach dem rasanten Abgang der letzten Tage nahe. Die Gegenreaktion wird vom Dollar und nun auch vom Binnenmarkt ausgelöst. Die gute Nachfrage führt naturgemäß zu Bremsspuren durch die überforderte Anbieterseite. Generell sehe ich den Abwärtstrend noch gut in Fahrt. Aktuell kommt die Hauptbedrohung von den Verhandlungen um den US-Haushalt. Sollte die Fiskalklippe in den nächsten Tagen durch eine Einigung umschifft werden, dürfte eine kurze Aufwärtsrektion an den Börsen folgen. Danach sollte es erneut abwärts gehen. Ich schätze Januar und Februar noch als verbraucherfreundliche Monate ein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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