Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Desaster bei deutschem Anleiheverkauf

Die Finanzbranche rechnet nun auch mit Frankreich und Deutschland ab. Es wirkt beinahe wie eine Retourkutsche, dass Deutschland beim gestrigen Anleiheverkauf nur händeringend Abnehmer für eigene Anleihen suchen musste. Ist es die Rache der Banken, die in Griechenland Federn lassen müssen? Auch Frankreich steht in der Kritik und ist kurz davor in der Bonitätsbenotung herabgestuft zu werden. Der viel beschworene Finanz-Crash könnte für die deutschen Verbraucher teuer werden, wenn er durch den Euro ausgelöst wird. Die nötigen Ölimporte werden nämlich in Dollar gezahlt und die Flucht der Anleger könnte weiter in Richtung Rohstoffe gehen. Wir müssten also doppelt drauf zahlen. Da kommen die Diskussionen um die Eurobonds zu einer ungelegenen Zeit. So wie wir unsere Regierung in den letzten Monaten erleben durften, ist eine Kehrtwendung nicht ausgeschlossen. Heute werden sie noch abgelehnt, morgen werden sie beschlossen. Ein solcher Beschluss wäre nicht hilfreich.

Von der Flucht ins Öl war aber gestern nichts zu spüren. Der Dollar wurde gestärkt und trotz des Abbaus der US-Ölbestände verloren die Ölnotierungen an Boden. Sie fielen in die Tiefe. Leider wurde der Sturz durch den Anstieg des Dollars annulliert. Für die abgelaufene Woche meldeten DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) Rückgänge. Diese sind einer gestiegenen Raffinerieauslastung und einer Verminderung der US-Importe geschuldet. Die Zahlen zur wöchentlichen Veränderung in den US-Lagern lauten wie folgt:

Rohöl: -6,2 Mio. Barrel (DOE) bzw. -5,6 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -0,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,9 Mio. Barrel (API)
Benzin: +4,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. +5,4 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 2,5 (DOE) bzw. 1,1 (API) Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung ist auf 86 Prozent gestiegen.

Heute Morgen steigen die Preise an den Ölbörsen. Die Tonne Gasöl kostet 945 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 96,33 Dollar und in London 107,48 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 91,93 Eurocent.

Unsere Heizölpreise ziehen leicht an. Ihr langfristiger Aufwärtstrend ist stabil. Mittel- und kurzfristig befinden sie sich am unteren Rand eines Aufwärtskanals. Den neuerlichen Entwicklungen in der Schuldenkrise bezüglich Frankreichs und Deutschlands sehen wir mit Sorge. Die Folgen können schwerwiegend sein. Jeder sollte sein Heil in der Senkung des eigenen Verbrauchs suchen. Dabei kann die hier vorgeschlagene Einsparinvestition nur ein Teil der Lösungsfindung sein. Der andere Teil muss in der Aufwertung der thermischen Haushülle gesucht werden. Einfacher ausgedrückt, die Dämmung ist der Schlüssel zum Erfolg.

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