Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Deutschland finanziert sich zum Nulltarif

Ist es Ausdruck der deutschen Stärke, wenn die Bundesregierung in der nächsten Schuldenrunde Staatsanleihen mit null Zinsen auf den Markt werfen kann und diese auch noch los wird? Oder ist es nicht viel mehr die Ratlosigkeit der Anleger, die das Casinospiel an den Börsen nicht mehr mitgehen wollen und für einen Teil ihres Geldes die nächsten zwei Jahre abwarten wollen. Die Krise ist nicht vorbei, auch wenn Spanien in seiner letzten Finanzierungsrunde wieder deutlich weniger Zinsen zahlen musste als zuletzt. Wir denken, dass die zweite Variante die Wahrheit besser widerspiegelt und warnen vor zu großer Hoffnung. Die Börsen stiegen jedenfalls am gestrigen Tag zunächst an, um dann zum Schluss wieder an Boden zu verlieren. Der Dow Jones beendete den Tag sogar mit einem Minus. Die Ölnotierungen zogen ebenfalls zunächst an. Der Blick fällt dabei auf Syrien. Der Kampf um die Macht ist längst ein Stellvertreterkrieg gegen den Iran geworden. Die gesamte Lage im Nahen Osten verschlechtert sich. Dennoch waren die Verluste an den Aktienmärkten ebenfalls Thema und so kam es, dass auch die Ölnotierungen im späten Handel drehten und auf erhöhtem Niveau konsolidierten. Der Euro profitierte von der Schwäche der Aktienmärkte und von einer vorübergehenden Schwäche des Dollar. Dem deutschen Heizölkunden beschert dies einen weiteren Preisnachlass.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken erwartet
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Nordseeölanlagen im Wartungszyklus
Zu viele Ölkäufer in Europa
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schwache Konjunkturaussichten
IEA senkt Prognosen zur Ölnachfrage
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise fallen nun schon fast eine Woche. Das war kaum vorher zu sehen, denn die Krise in Syrien verschlechtert sich und die Probleme im Euro-Raum sind nicht behoben. Dass Anleger nun wieder risikofreudiger werden, kann an den Äußerungen des EZB-Chefs Draghi liegen, aber die wichtigen Entscheidungen liegen erst im September an. Unter anderem wird dann auch das Bundesverfassungsgericht über die Verfassungsmäßigkeit der Regelungen zum ESM entscheiden. Sollten es zum Ergebnis kommen, dass der ESM in der jetzigen Form nicht umgesetzt werden darf, sind alle aktuell diskutierten Szenarien Makulatur. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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