Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Devisenkurse beeinflussen Ölpreis

Trotz des weiteren Aufbaus der US-Bestände und weiterer Zusagen aus Saudi Arabien die Ölproduktion zu steigern, gaben die Ölnotierungen am Freitag nur kurzfristig nach, um dann wieder in die Höhe zu schnellen. Selbst die OPEC wird auf ihrem nächsten Treffen am kommenden Mittwoch über eine Förderquotenerhöhung sprechen. Dies wird kaum Wirkung zeigen. Wie stark allerdings die Ölpreise von Handlungen aus der Finanzbranche beeinflusst werden, zeigen die Reaktionen auf den gestärkten Euro. Das generell positive Fazit zu den Sparbemühungen Griechenlands führte zu einer Aufwertung des Euro und einen Verlust beim Dollar. In der Folge war wieder das bereits bekannte Spiel zwischen Dollar und Öl zu beobachten. Der Dollar fiel und der Ölpreis stieg, obwohl er den ganzen Tag wegen der schon erwähnten guten Versorgung mit Öl und schlechter Konjunkturdaten gefallen war. Überflüssiges Geld sucht seine Anlagemöglichkeiten, aber aufgrund dieses Spiels ändert sich der Heizölpreis für den deutschen Verbraucher nur wenig. Auch wenn die aktuelle Griechenlandhilfe den Euro stabilisiert und unabhängig davon, ob die griechische Wirtschaft kaputt gespart wird oder nicht. Letztendlich handelt es sich immer wieder um Flickwerk, das zu einem erhöhten Finanzvolumen führt. Dieses Finanzvolumen, das zahlenmäßig das Angebot von Waren und Dienstleistungen vielfach überschreitet, ist das grundlegende Problem. Dieses Ungleichgewicht kann scheinbar, einen Finanzcrash ausgenommen, nur über Inflation gelöst werden, d.h. die langfristige Teuerung eben dieser Produkte und Dienstleistungen. Dazu gehört leider auch das dem Heizöl zu Grunde liegende Öl. Zur Stunde fällt aber der Ölpreis in Besinnung auf die aktuellen Konjunkturdaten und der Wiederinbetriebnahme einer US-Pipeline.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Finanzmagier sehen höhere Ölpreise
US-Fahrsaison hat begonnen
Dollar sinkt
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
OPEC wird Liefermengen nicht steigern

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudis wollen Ölpreis zwischen 70 und 80 Dollar
US-Konjunktur läuft nicht rund
USA brauchen weniger Benzin
Reduzierte Wachstumsprognosen
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise bewegten sich zum Wochenende kaum. Heute Morgen fallen sie geringfügig. Die Aussichten für die US-Konjunktur sind eher schlecht. Sie werden auch nicht durch die Leistung des Schuldendienstes Griechenlands besser. Für die USA ist die griechische Wirtschaftsleistung irrelevant. Die nun vielleicht anstehenden Hilfsleistungen in einem Volumen von bis zu 100 Mrd. Euro bleiben allerdings eine marktbeeinflussende Größe. Kurzfristig können sich zurzeit kleinere Preisnachlässe ergeben. Mittelfristig bleibt das Finanzcasino geöffnet und das setzt auf steigende Preise. Das der nächste Finanzcrash kommt, wird nicht bezweifelt. Wann er kommt, kann niemand vorhersagen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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