Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Die Ölbörse als Kochtopf

Wie bereits befürchtet, ziehen die Ölnotierungen wieder an. Der zuletzt historische Einbruch an den Ölbörsen gerät auf der Hatz nach neuen Gewinnen bereits eine Woche danach in Vergessenheit. Der stark ersehnte Crash ist noch weit. Die Situation an den Finanzmärkten ist vergleichbar mit dem Kochen von Wasser in einem Topf mit Deckel. Sobald sich zu viel Wasserdampf unter dem Deckel gesammelt hat, muss der Druck entweichen. Das kann auch - wie zuletzt - sehr stürmisch geschehen. Dass der Topf dabei kaputt geht, ist ausgeschlossen, dafür gibt es den Deckel. Dass das Wasser ausgeht, scheint ebenfalls ausgeschlossen, weil die Regierungen und Notenbanken dieser Welt immer mehr und wiederholt Geld ins Finanzsystem geben. Die Hitze endet wohl als letzte Zutat, sie ist die Gier einiger Spekulanten und Geldinstitute und die Angst der Menschen um ihre Altersvorsorge. Dieser Vorgang ist nahezu beliebig fortsetzbar. Schauen wir also nach dem Zustand der einzelnen Bestandteile. Das Finanzsystem wird politisch so gut wie nicht geändert – der Topf bleibt wie er ist. Die EU-Finanzminister haben sich im Grunde darauf geeinigt, Griechenland mehr Geld zur Verfügung zu stellen – das Wasser wird nachgefüllt. Die über die reine Wachstumslehre bewerteten Wirtschaftsleistungen nehmen zu, was den Ölbedarf weiter steigen lässt. Es müsste schon aus anderer Richtung eine Erschütterung geben, um den Topf vom Herd zu schupsen. Aber ich möchte an das Beben von Japan erinnern. Am 11. März fand es statt und suchen Sie in unserem Rohöl-Chart den Niederschlag hierfür. Sie werden feststellen, dass der letzte Druckausgleich ohne erkennbaren Auslöser heftiger ausfiel. Was bedeutet das für den deutschen Verbraucher? Das Spiel um weiter steigende Rohstoff- und Energiepreise geht weiter. Es trifft jede Form der Energie, die an Börsen gehandelt wird. Es gilt tendenziell immer noch die Devise, der frühe Vogel fängt den Wurm. Es lohnt sich die Heizölpreise eng zu verfolgen, weil es doch immer wieder einmal Einbrüche gibt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gegenreaktion auf Preisverfall wird erwartet
Nullzinspolitik der FED
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Sorge vor Ausweitung der Unruhen auf Saudi Arabien

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Euro unter Druck
USA brauchen weniger Benzin
Reduzierte Wachstumsprognosen
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise ziehen erneut an. Sie werden von den sich erholenden internationalen Ölmärkten in die Höhe gezogen. Auch heute Morgen geht es an den Ölbörsen wieder bergauf. Der Euro kann sich nach der Bekanntgabe über eine grundsätzliche Einigung der EU-Finanzminister bezüglich weiterer Hilfen für Griechenland etwas stabilisieren. Viele Verbraucher spekulierten auf einen günstigen Januar oder Februar und mussten am Ende höhere Heizölpreise bezahlen. Auch jetzt geht immer wieder die Mär vom Crash um. Der wird sicher kommen, aber der Zeitpunkt ist ungewiss. Damit Sie Klarheit über ihr Depot im Keller haben, empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und das kostenlose www.esytrol.com.

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