Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Die Bullen haben das Sagen

Die Ölnotierungen bewegen sich zielstrebig in Richtung langfristiger Aufwärtstrend. Seit Anfang Februar erreicht die Rohölsorte Brent beinahe täglich neue Hochs. Gleiches gilt für die Notierungen von Gas Oil (Europa) und Heating Oil (USA). Angetrieben wird der Ölkomplex durch die Iranaffäre, die Hoffnung auf eine Erholung der US-Konjunktur sowie das erfolgreiche Verdrängen der Staatsschuldenproblematik in den alten Industrienationen und der Schieflage der Finanzwirtschaft. In dieser Situation wirken selbst kleine Störungen auf der Angebotsseite trendbeschleunigend. Im Finanzkomplex bedarf es hingegen großer Anstöße, um einen preisdrückenden Effekt zu erzeugen. Die sind derzeit nicht in Sicht. Kleine Störungen beim Öl werden aktuell durch einen Streik im Jemen und den Streit über die Gewinnverteilung im Sudan hervorgerufen. Der Wert des Euros gegenüber dem Dollar verbessert sich mit dem Ablegen der Skepsis zur Schuldenproblematik.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Iranisches Öl ist ein Politikum
Ausfälle von Lieferungen aus Nigeria, Sudan, Jemen
Gute US-Konjunkturdaten
Raffinerieprobleme in Europa
Binnenschifffahrt in Deutschland eingeschränkt
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Sanktionen gegen den Iran zeigen Wirkung
IEA wird Reserven bei Ausfall Irans freigeben
Chinas Konjunktur wächst langsamer
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Ihr Antrieb sind bullische Ölnotierungen. Etwas Dämpfung kommt vom nachgebenden US-Dollar. Die Lage im Binnenmarkt ist nach wie vor angespannt. Da die Heizölnachfrage mittlerweile eingebrochen ist, verschärft sie sich aber nicht weiter. Es wird noch einige Zeit vergehen, bis allerorten normale Versorgungsverhältnisse zurückkehren. Ein Indikator für die regionale Marktsituation sind die in unserer Preisausgabe angezeigten Lieferzeiten. Angesichts des zu erwartenden weiteren Anstiegs der Ölpreise empfehlen wir dort, wo die Lieferzeiten nicht höher als zwei Wochen sind, Heizöl zu ordern. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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