Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Die Fiskalklippe macht den Unterschied

Der Iran zeigt in der Atomfrage hohes diplomatisches Geschick. Verhandlungen mit dem Westen über die Nutzung der Technologie werden sporadisch fortgesetzt. In Medien wird der Ausstieg aus dem Sperrvertrag angekündigt. Mit der IAEA (Internationale Atomenergie Behörde) wird über die Wiederaufnahme der Inspektionen geredet und der Eindruck vermittelt, dass diese bald erfolgen können. Unterdessen wird weitergebaut. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass die Bombe nicht das Ziel der Bemühungen sein sollte. Es ist aber auch ziemlich unwahrscheinlich, dass sie in einem Erstschlag eingesetzt werden soll. Wahrscheinlich ist hingegen, dass sie, wie bei allen anderen Atommächten, als ultimatives Abschreckungsinstrument und als politisches Druckmittel dienen wird. Auf die Ölnotierungen wirkt der Vorgang derzeit nicht. Hier herrscht ein Patt aus guten Konjunkturdaten, hohem Ölangebot und moderater Nachfrage. Das hält die Preisbildung auf Seitwärtskurs. Das Zünglein an der Waage könnten die Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition um den US-Haushalt sein, bei denen es eine Erfolgspflicht gibt. Sollte die in den kommenden Tagen real werden, dürften die Ölnotierungen kurzzeitig steigen. Die Fortsetzung des langjährigen Aufwärtstrends sollte den Verbrauchern allerdings erspart bleiben.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
China wächst immer noch rasant
Gute Konjunkturdaten außerhalb Europas
Geldvermehrung durch Notenbanken
Explosive Lage im Nahen Osten

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Einigung zur US-Fiskalklippe nicht in Sicht
US-Ölförderung auf 14 Jahreshoch
Wärmstes Jahr seit Aufzeichnung in den USA
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Der Anstieg der Ölnotierungen wurde am Freitag durch den Abstieg des Dollars kompensiert. Hierin steckt bereits eine Aussicht für die nächsten Wochen. Eine Ausnahme könnten nur die Tage bis zum Jahreswechsel sein. Sie sind für Preisausschläge nach oben gut. Kleine Ereignisse können in diesen Tagen große Preiswirkung zeigen, weil Finanzjongleure versuchen werden, ihre Jahresendergebnisse aufzupolieren. Der Binnenmarkt funktioniert derzeit trotz hoher Nachfrage gut. Einzig kurzfristige Lieferungen sind ein Problem. Deshalb sollten Sie mit der Order niemals bis zum vorletzten Tropfen Heizöl im Tank warten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das kann zum Beispiel die Installation einer neuen Öl-Brennwertheizung sein. Bis zum Jahresende können Sie dafür noch eine Prämie von 500 Liter Heizöl kassieren.

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