Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Die Franzosen und der Gedanke an Großmacht

Schon der Besitz einer eigenen Atombombe mutet uns Deutschen eigenwillig an. Wen oder was würden wir damit bedrohen wollen? Holland vielleicht oder Frankreich? Den Franzosen ist die Atombombe eine Menge wert und so ist es vielleicht gar nicht merkwürdig, wenn der französische Finanzminister von einem Vergleich zwischen dem ESM und dem Besitz oder der abschreckenden Wirkung einer Atombombe faselt. Die Atombombe dient der Zerstörung des Feindes. Bei einem Atomkrieg könnte die gesamte Menschheit in ein großes Unglück gestürzt werden. Die Finanzindustrie hatte in ihrer letzten Krise, mehrfach verpackte und gebündelte Kreditausfallversicherungen als Massenvernichtungswaffen bezeichnet und einer der Hauptvertreter der Branche sprach von Kernschmelze. Immer dann, wenn es angeblich keine Alternative mehr gibt, wie es die deutsche Kanzlerin formulierte, ist das Gegenteil die Wahrheit. Auch wenn jemand diffuse Vergleiche anstellt, täuscht er in der Regel darüber hinweg, dass er den Sachverhalt nicht so gut verstanden hat, dass er ihn mit einfachen Worten auszudrücken vermag. Um aber im Bilde zu bleiben, formuliere ich es mal so. Wir brauchen keine Atombomben, sondern deren Ächtung. Wir brauchen keinen Abwehrschirm, sondern eine Regulierung und Besteuerung der Finanzbranche.

Die Ölnotierungen fielen gestern erfreulicherweise. Der zunächst ausgemachte Grund, die Diskussion über die Freigabe der strategischen Ölreserven, reichte nicht aus. Auslöser waren die schlechten Arbeitsmarktzahlen aus den USA. In der Folge kam es zu Anschlussverkäufen und Gewinnmitnahmen. Dies ist erfreulich aber leider häufig nicht von Substanz.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderung
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen, Kanada, Irak, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Kriegsrasseln in der Iranaffäre

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schlechte Konjunkturdaten aus EU und China
Irak eröffnet neues Ölterminal
Libyens Exporte erreichen in Kürze Vorkriegsniveau
Saudi Arabien will mehr Öl liefern
Angriff auf den Iran bis 2013 verschoben
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise fallen nun schon seit einigen Tagen. In den letzten 14 Tagen gab es nun einen Preisnachlass von ca. 3,5 Prozent. Damit nähern wir uns dem unteren Rand des kurzfristigen Heizöl-Aufwärtstrends und der Mitte des mittelfristigen Heizölpreis-Aufwärtstrends. Dieser ist deswegen leider noch gar nicht in Gefahr. Eine weitere Bewegung nach unten bleibt aber dennoch möglich. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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