Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Die Krise ist vorbei

Die Aktienmärkte haben es ja bereits vorgemacht. Die Krise ist vorbei. Wir haben uns freigekauft. Ein Dank an die beherzt handelnde Bundesregierung. Es kristallisieren sich zwei Stimmungen im Land heraus. Die einen sagen, dass es gar nicht so schlimm war, wie es zunächst schien, dass alles in der Krise überzeichnet war. Die anderen sagen, dass die Krise noch gar nicht richtig angekommen sei, dass die Arbeitslosenzahlen erst später steigen und dann beginnt die Krise in der Realwirtschaft. Beide Ansichten scheinen dogmatisch motiviert oder vielleicht sogar schlicht subjektiv gefärbt. Die zweiten gehören zu den Gewinnern, Mitbewerber haben gelitten sie selber aber nicht. Sie profitieren vom bestehenden System und wollen, dass es weiter läuft. Die ersten gehören möglicherweise zu den Mitbewerbern, die gelitten haben oder sie halten die gesellschaftliche Entwicklung generell für fragwürdig. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank meint zumindest die Krise sei vorbei. Was meinen Sie dazu? Wie es auch sei. An den Börsen ging es am Freitag wieder weiter und heute Morgen sieht es genauso aus. Der Dollar schwächelt ein wenig, was die Aktienmärkte und die Ölbörsen weiter stützt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Stark anziehende Aktienmärkte
China füllt Lager auf
Goldman & Sachs setzen auf 110 Dollar pro Barrel in 2010
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Arbeitslosigkeit in den USA steigt stark
US-Verbrauchervertrauen gering
Weltbank sieht Weltwirtschaft stärker schrumpfen
EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Rebellen kündigen Waffenruhe für Nigeria an
OPEC-Exporte gestiegen
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise steigen immer noch. Sie folgen dem Weltmarkt und der kennt zurzeit keine Grenze. Unsere Einschätzung ist, dass Preise um 50 Cent pro Liter bei einer 3000-Liter-Partie in Ordnung sind. Weiterhin können sich Verbraucher und Händler über den Einfluss einer durchgeknallten Geldelite ärgern, die den Markt aufmischt. Der Ruf nach dem Staat als regelnde Instanz sollte dieses Mal unterbleiben. Der Staat, genauer gesagt seine politische Elite, hat die spekulativen Geister durch die Geldspritzen erst richtig in Fahrt gebracht. Diesem Umstand galt nicht ganz ohne Ironie der Dank aus dem ersten Absatz dieses Kommentars.

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