Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Die Panik ist zurück

Der Zustand des Ölmarkts spielt keine große Rolle bei der aktuellen Preisbildung. Diese Aussage beschreibt kein Novum. Dennoch war sie selten so wahr wie heute. Dabei bietet der physische Markt durchaus Anlass zu sinkenden Preisen. Hauptgrund ist die absehbare Rückkehr Libyens als Öllieferant. Damit erhöhen sich die Reservekapazitäten der Produzenten. Diese Kapazitäten sind der sicherste Schutz vor krisenbedingten Preissteigerungen. Steigende Preise sind momentan allerdings deshalb kein Thema, weil die Welt schockiert auf die Entwicklung der Finanzsysteme blickt. Dort tun sich Abgründe auf. Nüchtern betrachtet geschieht nun das, was geschehen muss, wenn alle Handlungen von Gier und maßlosem Wachstumsstreben geprägt sind. Das stete Schöpfen von Geld aus Geld, die vollständige Abkopplung der Finanz- von der Realwirtschaft hat ein globales Geldgebilde geschaffen, das keinen inneren Halt mehr hat. Es droht wie ein zu schweres Uranatom aufgrund seiner Größe zu explodieren. Dass das Phänomen als ein europäisches Problem vermittelt wird, ist der stetig wiederkehrende Versuch, vom Wahnsinn der Finanzindustrie abzulenken und andere Umstände als ursächlich zu erklären. Der vermeintlich Schuldige, Griechenland, hat einen Anteil von 0,6 Prozent am globalen BIP. Dass dieser lächerliche Anteil das globale Finanzsystem und damit die Welt in ein Desaster werfen kann, sagt genug über den Grundzustand eben dieses Finanzsystems aus. Immerhin drückt die aktuelle Angst vor den Ereignissen auf den Ölpreis. Der Dollar gewinnt dabei.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Ölkonsum wächst
Nordsee-Öl fließt unzureichend
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Libysches Öl soll bald wieder fließen
Markt gut mit Öl versorgt
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Fortbestand der EU steht in Frage

Unsere Heizölpreise geben nach. Die Bewegung kann sich mittlerweile sehen lassen. Sie hat das Potential, den kurzfristigen Aufwärtstrend zu wenden. Die Panik der Finanzakteure verspricht einen weiteren Abgang der Heizölpreise. Gegenanzeige kommt von den immer absonderlicheren Bemühungen der Politik, das Unabwendbare abzuwenden. Die grundsätzliche Stabilisierung der Finanzsysteme ist mit den bisher angewendeten Methoden nicht möglich. Gleichwohl kann die stete Steigerung der Hilfsmaßnahmen eine temporäre Beruhigung der Finanzszene bewirken. Die dankt es dann mit steigenden Ölnotierungen. Die Situation bietet allen Anlass für eine enge Verfolgung der Heizölpreise. Dabei kann unser Preiswecker hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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