Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Die Politik wird es schon richten

Die Ölpreise steigen weiter. Seit fast einem Monat folgen sie einem Aufwärtstrend, der in der letzten Woche durch einen kleinen Einbruch gestört wurde. Offensichtlich herrscht an den Ölbörsen beste Stimmung. Die Sorge über einen Einbruch der Konjunktur im Allgemeinen und in den USA im Speziellen tangiert Öltrader nicht. Die Handlungsunfähigkeit des hoffnungslos überschuldeten Staates ist ebenso ein Randthema wie das Misstrauen der Banken untereinander und die Nähe zu einem Finanzkollaps. Da es keine fundamentalen Marktdaten gibt, die einen Aufwärtstrend rechtfertigen, bietet sich nur die Erklärung an, dass das Wissen um politische Einflussnahme für gute Stimmung sorgt. Finanzjongleure können sich sicher sein, dass die Politik ihr letztes Hemd gibt, um den Finanzzirkus weiter spielen zu lassen. In der letzten Woche verloren sie kurzzeitig die Sicherheit. Gestern wurde das Gerücht um ein 300 Mrd. Dollar Stimuluspaket der US-Regierung gehandelt. Die Frage, wie das Paket finanziert werden soll, spielte keine Rolle. Die gerichtlich legitimierte Möglichkeit zu interstaatlichen Eurostützungsmaßnahmen kam dem Aufwärtstrend ebenfalls zugute. Getragen werden die steigenden Ölnotierungen zudem von der Charttechnik. Ihr liegt ein Schema von selbsterfüllenden Prophezeiungen zugrunde. Die Finanzszene schaut dabei ausschließlich auf sich selbst.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Obama soll ein Hilfspaket für die Wirtschaft schnüren
Notenbanker reden US-Wirtschaft schön
Aussicht auf neuen Geldsegen der FED
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Nordsee-Öl fließt unzureichend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Libysches Öl soll bald wieder fließen
Markt gut mit Öl versorgt
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Fortbestand der EU steht in Frage

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Der Aufwärtstrend hat sie fest im Griff. Angesichts der kursierenden Sorgen über Sein und Nichtsein der Finanzsysteme ist das erstaunlich. Das Bild der Orchestrierung des Untergangs der Titanic drängt sich förmlich auf. Die Volkswirtschaft legt fallende Preise nahe. Die Charttechnik sagt das Gegenteil. Am 20. August gab unser mathematisches Tiefpreissystem ein Signal. Das konnten wir mit Blick auf die Wirtschaftslage selbst nicht verstehen. Wir hielten es für eine Fehlfunktion. Heute wissen wir, dass es korrekt funktionierte. Den Chart zum Tiefpreissystem mit den Signalen der Vergangenheit finden Sie übrigens im "Heizöl-Rechner" oben rechts hinter dem entsprechenden Ikon. Das tägliche Signal in Form einer Kauf- oder Nichtkaufempfehlung wird in Mein Konto unter dem Titel Tiefpreis dargestellt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben.
Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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