Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Die Reflexe funktionieren noch

In den Charts deutete sich gestern Morgen bereits an, dass die Preise mal wieder aufwärts streben. Sie folgten dem Drang tatsächlich. Zum x-ten Mal rief irgend jemand das Ende der Krise aus. Das trieb institutionelle Spekulanten aus dem Dollar heraus und in Aktien und Öl hinein. Wenn die Krise zu Ende ist, braucht die Welt mehr Öl. Spekulantenlatein. Kurzfristig wirkt es. Heute lesen wir, dass Konzernlenker im großen Stil aus Aktien flüchten, weil sie der Börsenlage misstrauen. Na was denn nun? US-Rohöl brachte die gestrige Rallye ein Plus von fünf Prozent ein. Brent legte vier Prozent zu. Damit ist die natürliche Preisdifferenz zwischen den beiden Sorten nach wochenlanger Irritation wiederhergestellt. Gasöl kletterte um drei Prozent. Dem Produkt, das zwischenzeitlich als Schrittmacher steigender Preise galt, scheinen die Spekulanten nun langsam den Rücken zu kehren. Der Dollar verlor gut ein Prozent. Soweit die Nachrichten aus dem Spielcasino. Zur Lage des Öls tagt heute die OPEC in Wien. Von diesem Treffen werden keine Impulse für den Markt erwartet. Sicher würden die Ölminister gerne eine weitere Drosselung der Liefermengen beschließen, um ein Zeichen gegen die weltweit außerordentlich hohen Lagerbestände zu setzen. Sie können es nicht, da ein solcher Beschluss den Eindruck erwecken würde, dass sie selbst nicht mehr an einen anziehenden Ölabsatz glauben. Außerdem sind die alten Kürzungsformeln nur zu 75 Prozent umgesetzt. Eine weitere Kürzung würde die Missachtung nur steigern.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sinkender Dollar
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
Hurrikansaison in den USA
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Weltbank sieht Weltwirtschaft schrumpfen
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise drehten gestern aufwärts. Im Vergleich zur Preisentwicklung am Weltmarkt verlief der Anstieg moderat, weil der Dollar dagegen hielt. Mit einer starken Reaktion nach oben rechnen wir derzeit nicht. Mittelfristig sehen wir weiterhin Potenzial für leicht fallende Preise. Längerfristig wird es wohl auf eine Seitwärtsbewegung hinauslaufen. Da diese Bewegung Ausschläge nach oben und nach unten zeigen wird, werden sich immer wieder freundliche Kaufmomente einstellen. Wer die Entwicklung verfolgen möchte, ohne ständig das Internet zu konsultieren sollte unseren Preisalarm ausprobieren. Der bedient Sie per Email, natürlich kostenlos.

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