Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Die Richtung ist absurd

Gestern zeigten Finanzjongleure, dass sie Charttechnik können. Die führte in den letzten Tagen bei sinkenden Ausschlägen zu einer Dreiecksformation im Preischart mit einer Spitze in der Gegenwart. Wenn vor lauter Kontraktion kein Auf und Ab innerhalb des Dreiecks mehr möglich ist, kommt es gemäß Anleitung zu einem Ausbruch. In diesem Fall sollte er nach oben, zu höheren Preisen sprießen. Um dem Treiben die esoterische Spitze zu nehmen, zogen Börsenschreiber den Tod von ranghohen Hamas-Leuten im Verlauf eines israelischen Militärangriffs auf den Gaza-Streifen als Begründung aus dem Hut. Die Krieg-im-Nahen-Osten-Karte ist derzeit das letzte Aufgebot für die Finanzbullen. Die müssen die Ölpreise wenigstens bis zum nächsten Zahlentag (31.12.12) einigermaßen hoch halten, um nicht vom renditefixierten Publikum abgestraft zu werden. Die Leute erwarten weiterhin, dass das Geld für sie „arbeitet“. Diese Arbeit wird unter anderem mit hohen Ölpreisen bezahlt. Eigentlich ist der Realmarkt längst bärisch, weil das Angebot auf unabsehbar lange Zeit höher zu sein droht als die Nachfrage. Irgendwann sollte sich diese Tatsache in den Ölnotierungen widerspiegeln.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Israel schießt wieder
China wächst immer noch rasant
Geringe US-Heizölbestände
Geldvermehrung der Notenbanken

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Ölangebot hoch
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach
Hohe US-Rohölbestände

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Der Abgang steht in Opposition zum Börsengeschehen. Man könnte meinen, dass hierzulande ebenfalls Charttechnik praktiziert wird. Vor dem Abgang zeigte sich nämlich auch ein Dreieck. Das hätte gemäß Orakel aber zu einem Ausbruch nach oben führen müssen. Der blieb uns erspart. Die Erklärung dafür ist simpel. Die Nachfrage im Binnenmarkt erlahmte in den letzten Tagen bei gutem Angebot. Hier wirkt ein klassischer Marktmechanismus. Schön, dass es so etwas noch gibt. Wir müssen nun allerdings befürchten, dass von den Börsen Preisauftrieb eingespielt wird. Deshalb halte ich es für angebracht, jetzt Heizöl zu kaufen. Wer keinen Kaufdruck hat, sollte auf bessere Preise nach dem Jahreswechsel spekulieren. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass ein Krieg im Nahen Osten die Idee durchkreuzt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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