Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Die Troika zu Gast

Am Freitag gaben die Ölnotierungen nach. Es wurden keine besonderen Gründe genannt. Zum einen gab es schlichte Gewinnmitnahmen wegen des vergangenen Wochenendes. Zum anderen sank der Preis für amerikanisches Öl (WTI) unter die Schwelle von 99 Dollar pro Barrel, was zu weiteren Verkäufen führte. Diese technischen Kurskorrekturen könnten bereits am heutigen Tage wieder verloren gehen. Der Euro verlor am Freitag an Boden. Am Wochenende wurde in Griechenland erneut hart über den zu erwartenden Schuldenschnitt verhandelt. Nachdem einige Fonds und Banken sich gegen einen freiwilligen Verzicht ausgesprochen hatten, kam es zu Bewegung. Griechenland benötigt einen tieferen Schuldenschnitt als zuletzt vereinbart war. Die Gegenseite macht ein Versicherungsproblem geltend. Viele Anleger hatten sich gegen einen Ausfall bei griechischen Anleihen versichert. Die Versicherungen zahlen aber bei einem freiwilligen Verzicht nicht. So schien dieser Weg zunächst versperrt. Die Weigerung soll nun aber vom Tisch sein und eine grundsätzliche Einigung wird im Laufe des heutigen Tages erwartet. Die Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfond (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) sind zwar mit den Reformfortschritten nicht zu Frieden, geben aber positive Signale. Jede Diskussion um die Zahlungsfähigkeit eines Euro-Staates ruft die Euro-Skeptiker auf den Plan, was in der Regel zu einem Kursverlust führt. Eine Transaktionssteuer, die möglicherweise nur in der Euro-Zone eingeführt werden könnte, bleibt bei Sarkozy bis zu den Wahlen in Frankreich und bei Merkel bis zu den Wahlen in Schleswig-Holstein im Munde. Dass sie tatsächlich eingeführt wird, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Im Iran-Konflikt gibt es nichts Neues. Ein erheblicher Krisenaufschlag bleibt erhalten.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Gute Konjunkturdaten weltweit
Chinas Ölverbrauch erreicht neues Hoch
Atomstreit mit dem Iran
Ausfälle nigerianischen Öls
Raffinerieprobleme in Europa
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Irak will mehr Öl auf den Markt bringen
Ölembargo gegen den Iran verschoben
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen
Ratings wichtiger EU-Länder herabgestuft
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen

Unsere Heizölpreise sinken. Sie geben dank fallender Ölnotierungen nach. Der glückliche Umstand, dass zuletzt auch ein wieder erstarkter Euro beim Preisnachlass half, bleibt ein Einzelfall. Die Gefahr von Preissteigerungen auf Grund eines schwachen Euros bleibt bestehen. Den bisher aufgelaufenen Preisnachlass halten wir für beachtenswert. Viel mehr Luft nach unten scheint es zurzeit nicht zu geben. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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