Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Die USA feiern Columbus

Die Börsen bleiben heute in den USA zwar geöffnet, Behörden und Banken sind aber geschlossen. Es wird deshalb mit einem ruhigen Handelstag gerechnet. Die Preise haben sich über das Wochenende kaum bewegt. Auch die Nachrichtenlage hat sich nicht verändert. Vordergründig wird auf die US-Konjunktur geschielt. Läuft sie weiter, bleiben die Preise hoch oder steigen gar. Sollte die Konjunktur ins stocken geraten, werden die Preise fallen. So zumindest die zurzeit vorherrschende vereinfachte Vorstellung mancher Analysten. Ob dies wirklich so geschieht, steht auf einem anderen Blatt. Der zweite maßgebliche Faktor ist das Wetter. Dies in Zusammenhang mit den schlechten Verfügbarkeitszahlen der Raffinerien kann ebenfalls den Ausschlag nach oben oder nach unten geben. Auf den internationalen Krisenherden hat sich wenig getan. Selbst das Atomprogramm des Iran rückt hinter die US-Konjunktur in den Hintergrund. Auch der Dollar hat sich über das Wochenende nicht bewegt. Seine seit Mitte August begonnene Talfahrt geht vorerst weiter.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst weiter stark
Raffinerieprobleme in den USA
US-Heizölbestände überzeugen nicht
OPEC erhöhte Quoten ungenügend
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hurrikanwahrscheinlichkeit sinkt
US-Konjunktur zeigt Schwäche
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
US-Rohöllager gut gefüllt
US-Benzinmarkt entspannt

Unsere Heizölpreise verharren auf dem Niveau vom Freitag. Vieles hängt von den weiteren Entwicklungen der US-Konjunktur ab. Ein Preisrückgang, der vom Winterwetter her begründet wird, kann erst zum Jahreswechsel geschehen. Die Nachfrage nach Heizöl im Binnenmarkt ist nach wie vor unterdurchschnittlich. Der Heizölverbrauch war auf Grund der extrem hohen Durchschnittstemperatur der letzten 12 Monate um rund 50 Prozent geringer als in einem Normaljahr.

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