Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Die Wirtschaft läuft und läuft

Die chinesische Konjunktur läuft gut. Die Exportzahlen schlagen die Erwartungen. So wie die Wirtschaft wächst auch die Ölnachfrage. Sie muss mit steigenden Importen bedient werden. Das Plus zum Vorjahr beträgt 7,4 Prozent. Gegenüber Dezember legten die Importe um 6,3 Prozent zu. Der Markt kann den Bedarf problemlos bedienen. Finanzspekulanten sehen in dem Sachverhalt gleichwohl einen Grund, die Ölnotierungen in die Höhe zu treiben. Einzige Ausnahme ist mal wieder der Kurs für US-Rohöl WTI. Es türmt sich in den Lagern und findet keinen Absatz. Weil die US-Nachfrage rückläufig ist, werden Raffinerien außer Betrieb genommen. Das bedingt noch mehr Stau in den Rohöllagern. An der partiellen Überversorgung ist die Finanzszene derzeit nicht interessiert. Sie sucht gute Wirtschaftszahlen. Neben den chinesischen Daten findet sie Gefallen an deutschen Exportergebnissen und am sinkenden US-Handelsbilanzdefizit. Die Börsenlage bleibt bullisch. Die Blasenbildung wird unvermindert fortgesetzt.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
China wächst immer noch rasant
Streit um das iranische Atomprogramm
Explosive Lage in Nordafrika und Nahost
Viel frisches Geld im System
Ölmengen global schlecht verteilt
Liefermengen aus der Nordsee sollen wieder sinken
Wetterbedingte Versorgungsprobleme im Nordosten der USA

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schuldenkrise wird wieder wahrgenommen
USA brauchen immer weniger Öl
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Sehr viel Öl am Markt

Unsere Heizölpreise steigen immer rasanter. Dennoch bleiben sie günstiger als vor einem Jahr. Vor zwölf Monaten legten sie ebenfalls exorbitant zu. Insofern gilt der Satz, alles schon mal dagewesen. Im Augenblick macht der wieder erstarkende Dollar die Sache unangenehm. Solange er fiel, wurde der Gewinn an den Ölbörsen ausgeglichen. Das ist nun nicht mehr der Fall. Ein Ende des bullischen Laufs ist nicht in Sicht. Wenn der physische Markt jede Spekulationsblase über kurz oder lang an die Realität anpasst, muss es im Jahresverlauf zu einer Umkehr der Preisbewegung kommen. Darauf zu spekulieren, ist aber nicht ratsam, weil sie zeitlich nicht vorhersagbar ist. Wenn die Blase platzt, sollte man bereit sein, den „Gewinn“ zu realisieren, egal wie viel Öl in dem Moment im Tank ist. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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