Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Die Zocker führen Regie

Die US-Wahl spielt keine nennenswerte Rolle bei der Ölpreisbildung. Gleiches gilt für den physischen Ölmarkt. Er ist in diesen Tagen so etwas wie der falsche Film zum Börsengeschehen. Zur Erinnerung, fundamental ist der Markt bärisch. Das heißt, er ist gut versorgt. Die Nachfrage hinkt. Verstärkt wird die Situation in den USA durch die Nachwirkungen des Sturms Sandy. Der Lagebeschreibung zum Trotz steigen die Ölnotierungen in diesen Tagen ordentlich an. In der Spitze führte das gestern zu einem Plus von über vier Prozent für US-Rohöl und knapp vier Prozent für Nordsee-Rohöl. Selbst sogenannte Fachleute können dem Treiben keine plausible Begründung geben. Mehrheitlich wird den Notierungen Abwärtspotenzial zugesprochen. So sehen wir das auch. Immerhin lassen die komischen Preisbewegungen in der Chartinterpretation noch Spielraum für einen bald einsetzenden Preisrückgang.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China wächst immer noch rasant
Geringe US-Heizölbestände
Geldvermehrung der Notenbanken
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Nachfragerückgang wegen Sturmschäden für die USA erwartet
Hohe US-Rohölbestände
OPEC produziert über Quote
Ölangebot hoch
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise legen den zweiten Tag infolge zu. Gestern war der Anstieg sogar erheblich. Die Sache ist vollständig von den Börsen getrieben. Im kurzfristigen Chart unserer Heizölpreise ergibt sich ein unangenehmes Bild. Laut Lehrbuch mündet der Verlauf in einer kräftigen Aufwärtsbewegung. Nüchtern betrachtet ist also Vorsicht und im Zweifel eine schnelle Order ratsam. Angesichts der allgemeinen Marktbedingungen stelle ich allerdings das Lehrbuch infrage. Mehr als Kaffeesatzleserei steckt nicht dahinter. In anderen Worten, ich glaube nicht an den kräftigen Preisanstieg. In den nächsten Wochen sollten sich die Preise seitwärts bewegen. Im Winter (nach dem Jahreswechsel) mag es sogar etwas abwärts gehen, wenn die US-Verbraucher auch beim Heizöl ihre neue Sparsamkeit unter Beweis stellen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen