Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Disziplin statt Kürzung

Saudi Arabien will keine Kürzung sondern Disziplin. Die OPEC folgt dem Votum. Die als sicher angenommene Drosselung bleibt aus. Ob Disziplin hundertprozentig umgesetzt wird, muss sich noch zeigen. Zu 80 Prozent ist sie es jedenfalls schon. Die OPEC und vor allen Dingen Saudi Arabien haben viel gegen den totalen Verfall der Ölpreise getan. Um 9,5 Prozent wurde die Förderung gedrosselt. Saudi Arabien brachte es sogar auf -16 Prozent. Obwohl Russland zum ständigen Gast bei den OPEC-Treffen avancierte, herrscht nicht eitel Einigkeit der großen Produzenten. Russland tue zu wenig für die Stabilisierung der Ölpreise. Falsch meint der russische Vizeministerpräsident Setschin. Allein im Januar und Februar wurde die Förderung um rund zwei Prozent gekürzt. Falsche Begründung attestieren unabhängige Analysten. Gekürzt wurde nicht weil es politisch gewollt war, sondern weil die Vorkommen dies erzwangen. Russlands Förderung sinkt wegen fehlender Investitionen. Kurzfristig spielt der Streit bei der Preisbildung keine Rolle. Die positive Überraschung des moderaten OPEC-Beschlusses lässt die Preise heute Morgen einbrechen. Für die Trends dürfte die Bewegung irrelevant bleiben. Sie werden ihre Bahn zwischen seitwärts und schwach abwärts fortsetzen. Der Dollar hat noch etwas Abwärtspotential. Das wird solange halten wie die Erholung der Aktienmärkte.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC Exporte gefallen
Rallye an den Aktienmärkten
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC verzichtet auf weitere Kürzung
Weltweite Nachfrage sinkt
Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise sinken. Wie zuvor beim Anstieg folgen sie dem Weltmarkt. Die Bewegung ist allerdings gedämpft. Höhen und Tiefen der Börsen werden im Binnenmarkt geschliffen. Nach wie vor spricht vieles dafür, dass die Preise in den kommenden Wochen und Monaten ihr mittleres Niveau halten werden. Dabei können immer wieder neue Tiefpreise herauskommen. Einen großen Abwärtsruck erwarten wir nicht. Die Nachfrage wird belebt bleiben. Insbesondere die Preistiefen ziehen immer wieder Käufer an. Die Lieferzeiten nähern sich langsam der Normalität. Dessen ungeachtet werden lange Lieferzeiten momentan bevorzugt, um nach weiterem Verbrauch möglichst viel preiswert gekauftes Heizöl bunkern zu können. Trotz günstiger Preise empfehlen wir, sich vorausschauend mit dem eigenen Bedarf zu beschäftigen, um diesen mittelfristig zu senken. Das ist der sicherste Schutz vor zukünftigen Preiskapriolen. Schauen Sie hierzu mal auf www.esytrol.com.

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