Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Doch die Wende?

Die Ölhändler entdeckten gestern ihre Wahrnehmung für positive Umstände neu. Die politischen Ereignisse um die Irakkrise, die Wetterbesserung in den USA und die Ölproduktion in Venezuela wurden durchweg als positiv beurteilt. Mit dieser Sicht der Dinge erschienen die Ölpreise als vollkommen überteuert. Es folgten Konsequenzen, die ausnahmslos alle Ölprodukte betrafen. Und das an allen Handelsplätzen der Welt.

Es war ein Fest, wenngleich viele Händler es nicht als ein solches auffassen konnten, da sie viel Geld verloren. Denn zu Beginn des Handels standen die Zeichen noch auf ?eventuell aufwärts?. Doch daraus wurde nichts. Anfänglich langsam und dann mit einer kräftigen Beschleunigung fielen die Preise vom Himmel. Sie durchbrachen viele Stopp-Marken und lösten damit immer neue Verkaufseruptionen aus. Nun hat sich in den Preischarts ein Bild eingestellt, das zwar immer noch keinen klaren Abwärtstrend widerspiegelt, das aber einen vollkommen demolierten Aufwärtstrend zeigt. Der wird es schwer haben, sich von diesem Schlag zu erholen. Die Hoffnung ist also nicht in aus der Luft gegriffen, dass die Preise jetzt ihren Rückzug fortsetzen.

Heute Morgen jedenfalls macht uns der Gasölpreis die Freude weiter zu fallen. Aktuell kostet die Tonne 311$. Das ist ein Preis, den wir Mitte Februar das letzte Mal sahen. Gasöl hat es damit geschafft, innerhalb weniger Tage 12,5% an Wert zu verlieren. Das ist gewaltig.

Unsere Heizölpreise folgen dem Treiben. Allerdings schränkt ein momentan wiedererstarkter Doller die Möglichkeiten etwas ein. Aber so viel könnte der Dollar überhaupt nicht dazugewinnen, dass er die erdrutschartigen Verluste beim Öl kompensierte. Also können sich Verbraucher auf einen angenehmen Tag einstellen.

Da die Kriegsgefahr weiterhin latent ist, muss man damit rechnen, dass der beginnende Preisfrühling schmerzliche Rückschläge bekommen kann. Wir raten daher Verbrauchern, deren Tanks schon auf Reserve stehen, die Gunst der Stunde auszunutzen und jetzt zu kaufen.

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