Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Dollar nimmt die richtige Richtung

Der Ölmarkt hat durchaus interessante Themen zu bieten, die es wert wären, vorgestellt zu werden. Da ist die Nachbereitung der Deepwater-Horizon-Katastrophe. Das war die explodierte Ölplattform im Golf von Mexiko, die die fürchterlichste Ölpest zur Folge hatte. Es ist nun amtlich, dass ein solcher Fall jeder Zeit wieder passieren kann, weil Sicherheitslücken vom Management der Ölindustrie aus Renditegründen in Kauf genommen werden. Da ist das Leck in der wichtigsten Pipeline Alaskas, deren Reparatur angesichts extrem tiefer Temperaturen eine große Herausforderung darstellt. Es besteht die Gefahr eines Komplettverschlusses der Pipeline durch Zufrieren, wenn der Ölfluss gestoppt wird. Der Verschluss würde die Öllieferungen über Monate blockieren. Da ist der ungeklärte Zwist zwischen Russland und Weißrussland um die Bezahlung von Öllieferungen und da ist die Einkaufstour Chinas, die neben dem täglichen Bedarf des Landes den Aufbau der strategischen Reserven decken soll. Das sind nur ein paar Beispiele diskussionswürdiger Anmerkungen zum Ölgeschäft. Weil das alles für die aktuelle Preisbildung wenig relevant ist, bleiben die Geschichten hier unerzählt. Relevant sind hingegen die Arbeitsmarktdaten der USA, weil sie für Stimmung an den Börsen sorgen und daraus Preise gemacht werden. Die Stimmung war gestern schlecht, weil die Daten noch schlechter waren. Die Anträge auf Arbeitslosenhilfe sind viel höher als erwartet. Der Dollar gab gewaltig nach. Die Ölnotierungen schwankten nicht minder kräftig. Sie erholten sich aber bis zum Handelsschluss wieder. An ihrem Aufwärtstrend wurde nicht gerüttelt. Bemerkenswert ist nur, dass die Differenz zwischen Nordseeöl Brent und Texasöl WTI immer größer wird. Da baut sich eine Störung auf, deren Folge wir noch nicht einschätzen können.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Positive Erwartungen an US-Konjunktur
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Alaska Pipeline weiterhin kritisch
Winterliches Heizen
Finanzsystem bekommt alle erdenkliche Hilfe
Sinkender Dollar

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schlechte Arbeitsmarktdaten aus den USA
China wird Leitzins anheben müssen
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Euroraum im Schuldendrama

Unsere Heizölpreise geben den zweiten Tag in Folge nach. Angesichts des festen Aufwärtstrends der Ölnotierungen ist das bemerkenswert. Es ist Folge des starken Dollarverlusts. Der ist mehr als gerechtfertigt. Die Währung wurde nach unserer Einschätzung zu positiv gegenüber dem Euro bewertet. Schließlich ist das Schuldenproblem der USA mindestens so gravierend wie das der EU. Von der Währungsseite könnte in den kommenden Tagen weitere Entspannung kommen. Die sehen wir auf der Ölseite nicht. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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