Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Dollar-Schwäche stützt Rohöl

Der schwache Dollar und stärkere Aktienmärkte zünden Öl-Rakete. So könnte man den gestrigen Tag zusammenfassen. Der Quartalsbericht von Alcoa fiel gut aus. Damit kommt auch gute Stimmung für die New Yorker Aktienbörse auf. Es funktionierte wieder die These, wenn die Aktien gut laufen, läuft die Wirtschaft gut. Wenn die Wirtschaft gut läuft, braucht sie Öl. Damit war der erste Faktor für steigende Ölnotierungen geschaffen. Der Zweite ist latent schon seit einiger Zeit zu spüren. Es ist die Schwäche des Dollars. Diese Woche kam ein Gerücht hinzu, nach dem die Golfstaaten den Dollar als Ölwährung durch einen Währungskorb ersetzen wollen. Dies wurde sofort dementiert. Aber weil dieses Gerücht immer wieder aufkommt, wirkt es auf einige Marktteilnehmer immer glaubhafter. Schlimmer für den US-Dollar ist die Zinserhöhung der australischen Notenbank. Damit kommt der US-Dollar weiter unter Druck. Dieser verstärkt sich auch noch durch den Effekt, dass die niedrigen US-Zinsen Anleger dazu verleiten sich US-Geld zu leihen und in der Welt zu investieren. Der Chef der US-Notenbank Bernanke äußerte sich sodann auch davon überzeugt, dass eine baldige Rückkehr zu höheren Zinsen wieder möglich ist. Dagegen hält die neue Schätzung aus dem Haushaltsbüro beim Kongress (CBO) über das US-Defizit in diesem Jahr. Es soll nach diesen Schätzungen 9,9 Prozent des BIP der USA betragen. In Euro bedeutet dies 960 Mrd. Auch das ist nicht zuträglich für den Kurs des US-Dollars.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
IEA sieht Nachfragebelebung in 2010
Schwacher Dollar

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Schwache Nachfrage weltweit
Heizölschwemme in den USA
Öllager randvoll
Überproduktion von Rohöl
Terminmarktaufsicht will Handelsbeschränkungen

Unsere Heizölpreise verhalten sich relativ ruhig. Sie werden zwar vom Weltmarkt befeuert, profitieren aber von der Schwäche des Dollars. Aufgrund der hohen Frachten auf den Wasserstraßen sind die Inlandspreise etwas überhöht. Die Preise bewegen sich jetzt bereits seit September in einem Seitwärtsband. Das wird auch eher so bleiben. Kurzfristig wird es Ausreißer nach oben wie nach unten geben. Mittelfristig sehen wir den Preis noch etwas tiefer. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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